Bergwerksunglück in China: Drei Männer werden noch vermisst

Ein Unfall in einem chinesischen Bergwerk hat mittlerweile 43 Tote gefordert - und die Suche geht weiter. Rettungstrupps suchen die letzten drei Grubenarbeiter, die seit Tagen unter der Erde verschüttet sind. Die Hoffnung sinkt, sie noch lebend zu finden.

Rettungswagen am Bergwerk Xiaojiawan: Hitze und Kohlenmonoxid behindern die Arbeit Zur Großansicht
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Rettungswagen am Bergwerk Xiaojiawan: Hitze und Kohlenmonoxid behindern die Arbeit

Peking - Seit drei Jahren hat es in China kein so schweres Grubenunglück mehr gegeben. In einem Kohlebergwerk in der südwestlichen Provinz Sichuan kam es am Mittwochnachmittag zu einer Gasexplosion, bei der fast 50 Arbeiter verschüttet wurden. Mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 43 gestiegen - und es sind immer noch nicht alle geborgen.

Rettungstrupps suchten auch drei Tage nach der Explosion im Bergwerk Xiaojiawan bei der Stadt Panzhihua nach drei eingeschlossenen Bergarbeitern, teilte die Staatsverwaltung für Arbeitssicherheit mit. Sie hätten nur noch geringe Überlebenschancen.

Mittlerweile haben die Behörden die Minenbesitzer festgenommen und in der gesamten Provinz Sichuan eine Sicherheitsüberprüfung eingeleitet. Die Hitze und die gefährlichen Konzentrationen von Kohlenmonoxid behinderten den Einsatz der Rettungskräfte, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Zum Zeitpunkt der Explosion am Mittwoch arbeiteten 154 Bergarbeiter unter Tage. 108 wurden bis Samstag geborgen, 50 erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung. Es ist das größte Unglück in einem chinesischen Bergwerk seit November 2009. Damals verloren bei einer Explosion in der Provinz Heilongjiang 108 Bergarbeiter ihr Leben.

In China kommen jedes Jahr Hunderte Menschen bei Bergwerksunglücken ums Leben. 2011 starben nach offiziellen Angaben fast 2000 Bergarbeiter. Die tatsächliche Zahl ist wahrscheinlich aber weitaus höher. Unabhängige Organisationen vermuten, dass viele Unglücke vertuscht werden. Chinesische Bergwerke gelten als besonders gefährlich, weil die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden.

juh/dapd/afp

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