Blow-ups in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein Hitze beschädigt Autobahnen

Die Hitze hat mehreren Straßen im Norden und Osten Deutschlands zugesetzt. Auf der A9 nahe Naumburg und der A1 bei Bad Oldesloe mussten mehrere Spuren gesperrt werden. Die Behörden warnen vor Staus.

Hitzeschaden auf der A1 in Schleswig-Holstein
DPA

Hitzeschaden auf der A1 in Schleswig-Holstein


Landwirte leiden wegen der Trockenheit unter Ernteausfällen, Gewitter bringen nur vereinzelt Abkühlung: Nun hat die Hitze in Nord- und Ostdeutschland auch zu Schäden an den Autobahnen geführt.

In Schleswig-Holstein stellte sich der Beton auf der Autobahn 1 an mehreren Stellen zwischen Bad Oldesloe und dem Autobahnkreuz Bargteheide auf. Der Straßenbaubetrieb des Landes begann nach eigenen Angaben am Mittwoch mit der Arbeit an den Blow-ups genannten Hitzeschäden. In Hamburg und Schleswig-Holstein war es der wärmste Mai seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Die Bauarbeiten an der A1 sollen etwa eine Woche dauern. Beide Fahrtrichtungen sind offen, jedoch müssen Autofahrer mitunter mit nur einer statt mit drei Spuren auskommen.

In Sachsen-Anhalt brach auf der Autobahn 9 zwischen Weißenfels und Naumburg die Fahrbahndecke auf. Bis Freitag solle die Fahrbahn in Richtung München repariert werden, teilte das Landesverkehrsministerium in Magdeburg mit. Zwei Spuren mussten demnach gesperrt werden. Die Behörden in beiden Bundesländern warnen vor Staus. In Schleswig-Holstein empfahl der Landesbetrieb ortskundigen Autofahren, die von Urlaubern auf dem Weg an die Ostsee viel genutzte Strecke zu umfahren.

Bei länger anhaltenden, heißen Temperaturen entstehen auf Deutschlands Autobahnen immer wieder plötzlich Blow-ups. Der ADAC rät Auto- und speziell Motorradfahrern, an solchen Stellen besonders vorsichtig zu fahren. Tempolimits und genügend Abstand sollten unbedingt eingehalten werden.

Warme Luftmassen aus subtropischen Gefilden sorgen weiter für Hitze und Unwetter. Das ausgedehnte Tiefdruckgebiet "Wilma" bringe bis einschließlich Samstag immer wieder Schauer und örtliche starke Gewitter, kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag an. Starkregen, Hagel und Sturmböen seien keine Seltenheit. Dabei steigen die Temperaturen vielerorts auf mehr als 30 Grad.

apr/AFP



insgesamt 15 Beiträge
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manicmecanic 31.05.2018
1. Niedergang
Der Straßenbau in D hat eine immer schlechtere Qualität.Und nein ich bin kein früher war alles besser Rufer.Aber der war früber eindeutig besser.An solche Meldungen und schon gar nicht in dem Takt kann ich mich nicht erinnern.Das bemerkt man auch wenn man heute über gerade nagelneu gebaute Strecken fährt.Selbst in meinem teuren mit top bequemen Fahrwerk PKW fühle ich auf einer hier eben neu gebauten Landstraße die Wellen und Buckel schon wenn ich noch ganz brav deutlich unter Limit fahre.Am besten sieht man die miese Arbeitsart an den zig Flickstellen wie z.Bsp. wenn mal wieder wegen Rohrarbeiten 1m aufgemacht wird.Danach gjbts heutzutage garantiert Gehoppel,also bekommen es die Straßenbauer nichtmal auf den Meter hin ohne fühlbare Schwelle zu arbeiten.Das einzige das besser ist sind die Preise für die Erbauer dieses Murkses.
nachtfalter2 31.05.2018
2. Andere Länder, andere Sitten
In Griechenland, Bulgarien, Rumänien und Ungarn z.B. sind die Durchschnittstemperaturen im Sommer höher, und die Hitze hält i.d.R. länger an. Dort sind solche Schäden aber kaum bekannt, obwohl der Verkehr auf den Hauptachsen z.T. auch beträchtlich ist. Warum können die das?
willibaldus 31.05.2018
3.
Ich denke, dass Firmen da unterschiedliche Qualität liefern. Meine Stadt bekam eine Erneuerung eines guten Teils der Umgehungsstrasse und die ist besser als vorher. Im Ort meiner Eltern wurde eine Neue Kanalisation unter der Strasse durchgelegt. Ich weiss nicht, wer den Asphalt danach neu gemacht hat, ist aber alles plan und eben. Ich kenne aber auch Strassen, wo jahrzehntelang ein Schlagloch nach dem anderen geflickt wurde, grauenvolle Buckelpisten.
gartenkram 31.05.2018
4. A1
Die ist unter normalen bedingungen schon blöd zu fahre, aber seit einer gefühlten ewigkei v a zwischen bad oldesloe u kreuz süd ein dauerwitz. Kaum ist eine baustelle, auf der kaum je ein arbeiter gesichtet wird, fertig, kommt kurz drau die nächste. Ich habe den eindruck, das wird ein projekt ähnlich dem kölner dom ... wenn wirklich komplett fertig geht die welt unter. Qualität geht anders.
ansv 31.05.2018
5. Made in Germany...
.. das war mal etwas wert. Heute haben wir BER, Stuttgart21, VW und Autobahnen, die bereits im Mai dem anstehenden Sommer nicht mehr gewachsen sind. Was ich mich da frage: Warum sind wir noch immer so wirtschaftsgläubig?
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