Harte A380-Landung in Düsseldorf Das kann der ab

Hart aufgesetzt und schwer ins Schlingern geraten: Die Landung eines A380 in Düsseldorf wirkte dramatisch. Pilotenverband und Airline beschwichtigen nun. Keine Gefahr, die Piloten hatten alles unter Kontrolle.

YouTube/Cargospotter

Bei der spektakulären Landung eines von Sturmböen geschüttelten Großraumflugzeugs A380 in Düsseldorf hat Experten zufolge keine Gefahr für die fast 500 Insassen bestanden. "Das sah sicher sehr spektakulär aus, aber der Pilot hatte die Maschine jederzeit unter Kontrolle. Für die Passagiere, die sicher ordentlich durchgeschüttelt wurden, bestand nie eine Gefahr", sagte Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit dem "Express".

Ähnlich äußerte sich die Airline zu der Riesenmaschine und ihrer Landung als Sturm "Xavier" am Donnerstag über Deutschland hinwegfegte und schwere Schäden anrichtete. "Zu keiner Zeit war die Sicherheit der 446 Passagiere sowie der 25 Flugbegleiter und der zwei Piloten gefährdet", sagte ein Emirates-Sprecher der "Bild"-Zeitung.

Nach dem Aufsetzen war das größte Passagierflugzeug der Welt deutlich sichtbar auf der Landebahn hin- und hergeschlingert, wie ein Video zeigt, das von Planespotter Martin Bogdan aufgenommen wurde. Auf seinem YouTube-Kanal schreibt er: "Ich habe in den letzten Jahren Tausende von Landungen bei starkem Seitenwind auf vielen europäischen Flughäfen gefilmt." Aber diese Landung "war extrem hart und ungewöhnlich." Die Maschine war aus Dubai gekommen.

Es seien keine besonderen Maßnahmen notwendig gewesen, erklärte der Düsseldorfer Flughafensprecher Christian Hinkel zu dem Vorfall. "Sicherlich sind böige Seitenwinde bei der Landung aber grundsätzlich für alle Beteiligten nicht sonderlich angenehm." Laut Airport werden Piloten aber speziell auch für solche Windverhältnisse ausgebildet. Der Anflug sehe bei Seitenwinden spektakulär aus, oftmals sei am Ende aber Routine dabei.

Laut Cockpit-Sprecher Wahl setzte der Pilot sein Können unter Beweis: "Bei einem solchen Manöver steigt jeder Autopilot aus", sagte er dem "Express". "In diesem Fall war das nur die Crew, die geflogen ist. Das kann kein Computer".

apr/dpa



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