A46 bei Meschede: Fünf Tote bei Unfall mit Geisterfahrer
Auf der A46 bei Meschede hat ein Falschfahrer in der Nacht zum Sonntag einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Fünf Menschen verbrannten, wie die Polizei mitteilte. Die Bergung gestaltet sich äußerst schwierig, noch bis zum Mittag bleibt die Strecke gesperrt.
Hagen/Dortmund - Die Autobahn ist in eine Fahrtrichtung komplett abgeriegelt, noch immer sind die Rettungskräfte mit der Bergung der Opfer beschäftigt: Ein Geisterfahrer hat auf der A46 bei Meschede in Nordrhein-Westfalen für einen schweren Unfall gesorgt. In der Nacht zum Sonntag wurden dabei fünf Menschen getötet.
Wie die Polizei in Dortmund mitteilte, hatten mehrere Autofahrer den Falschfahrer gemeldet. Noch vor Eintreffen der Sicherheitskräfte prallte der Pkw frontal auf ein anderes Auto. Das Fahrzeug des Unfallverursachers fing Feuer. Zunächst hatte die Polizei gemeldet, beide Autos hätten gebrannt.
Die insgesamt fünf Insassen waren in den Wracks eingeschlossen, wie die Polizei in Dortmund am Morgen berichtete. Vier Personen starben noch am Unfallort, eine Frau später im Krankenhaus.
Polizei und Feuerwehr wurden um 1.37 Uhr alarmiert und rückten mit einem Großaufgebot aus. Die Bergung der Toten gestaltet sich jedoch äußerst schwierig. Die Situation am Unfallort ist so unübersichtlich, dass die Identität der Opfer bislang noch nicht geklärt werden konnte.
"Wir können noch nicht einmal sagen, ob es ein männlicher oder weiblicher Falschfahrer war", sagte Polizeisprecher Manfred Radecke SPIEGEL ONLINE. Klar sei nur, dass der Geisterfahrer in seinem BMW allein unterwegs war. Drei Männer und eine Frau hätten in dem anderen Fahrzeug, einem Skoda, gesessen.
Die Bergung zwischen den Anschlussstellen Meschede-Enste und Meschede-Wennemen in Fahrtrichtung Arnsberg/Hagen werde wahrscheinlich noch bis zum Mittag dauern, hieß es. Die A46 in Richtung Hagen wurde gesperrt. Derzeit laufen Maßnahmen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs, wie Sprecher Radecke mitteilte. Dabei werden auch Luftbilder verwendet.
Erst am vergangenen Montag waren ein Vater und seine beiden kleinen Kinder bei einem Zusammenstoß mit einem Geisterfahrer auf der A1 in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen.
jok/dpa
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