Abgefahren Schwedin vergisst 44.000 Euro in Straßenbahn

Vertrauen in die Bank zahlt sich nicht aus. Zumindest nicht im Fall einer alten schwedischen Dame, die das zu Hause gebunkerte Ersparte einzahlen wollte. Sie ließ das Geld in der Straßenbahn liegen. Jetzt ist die Polizei am Zug.


Stockholm - Eine 83-jährige Schwedin hat die Tasche mit ihren gesamten Ersparnissen auf dem Weg zur Bank in der Straßenbahn vergessen. Die pensionierte Schneiderin habe jahrelang 500.000 schwedische Kronen (44.000 Euro) zu Hause im Schreibtisch aufbewahrt und sich schließlich entschieden, das Geld doch zur Bank zu bringen, berichtete die Zeitung "Aftonbladet" am Sonntag.

Vor zehn Tagen habe sie eine Papiertüte randvoll mit 10.000-Kronen-Scheinen gepackt und sich im südwestschwedischen Göteborg auf den Weg zur Bank gemacht. Die Tasche habe sie dann aber unglücklicherweise in der Straßenbahn liegen lassen.

Die als "Birgitta" identifizierte alte Dame habe sich so über ihr Missgeschick geschämt, dass sie ihrer Familie zunächst gar nichts davon erzählt habe, berichtete die Zeitung weiter.

Und als diese schließlich die Verkehrsbetriebe kontaktiert habe, sei das Geld längst weg gewesen. "Ich glaube nicht, dass es noch eine Möglichkeit gibt, dass ich mein Geld wiederbekomme", sagte sie dem Blatt. Falls doch, versprach die dem Finder "selbstverständlich" eine Belohnung.

Die Göteborger Polizei indes zeigte sich etwas optimistischer, den Fall zu klären: Die Überwachungskameras in der Straßenbahn könnten den Finder des Geldes möglicherweise identifizieren, hieß es.

dan



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