Ägypten Mehrere Tote bei Zugunglück in Alexandria

Bei einem schweren Zugunglück in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria sind Dutzende Menschen gestorben. Mehr als 100 wurden verletzt. Ein Zug ist teilweise umgekippt.

Unfallstelle in Alexandria
DPA

Unfallstelle in Alexandria


In der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria sind zwei Züge zusammengestoßen. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden dabei mindestens 36 Menschen getötet. Zudem gebe es mehr als 100 Verletzte. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass einer der Züge teilweise umgekippt war.

Die Hintergründe des Zugunglücks sind bisher unklar. Ein Zug sei aus Kairo gekommen, der andere aus Port Said am Suez-Kanal, sagte der Leiter der Rettungskräfte. Beide hätten Alexandria als Endhaltestelle angesteuert.

Zug offenbar liegengeblieben

Ersten Erkenntnissen des Verkehrsministeriums zufolge war einer der Züge offenbar wegen eines technischen Defekts auf den Gleisen liegengeblieben. Der andere Zug fuhr dann mit großer Wucht auf. Das Verkehrsministerium leitete eine Untersuchung ein und kündigte an, die Verantwortlichen "zur Rechenschaft zu ziehen", wie das Staatsfernsehen berichtete.

In Ägypten kommt es häufig zu schweren Zugunglücken. Das mit Abstand schlimmste ereignete sich 2002, als durch einen Brand in einem Abteil mehr als 360 Menschen starben.

Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels hieß es, die Züge seien offenbar frontal zusammengestoßen. Wir haben die Stelle korrigiert.

brt/dpa/AFP/AP

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