Äußerst britischer Humor: Außenminister entschuldigt sich für Papst-Witz-Memo

Benedikt XVI. soll in Großbritannien die Homo-Ehe segnen, eine Abtreibungsklinik eröffnen und dann auch noch Kondome vertreiben: Im britischen Außenministerium wurde ein sehr spezielles Programm für den Papst-Besuch ausgetüftelt - jetzt wurde ein Kniefall fällig.

Memo-Witz auf Papst-Kosten: Warum nicht mal eine Entschuldigung für... - was auch immerZur Großansicht
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Memo-Witz auf Papst-Kosten: Warum nicht mal eine Entschuldigung für... - was auch immer

London - Das britische Außenministerium hat sich offiziell für ein Memo eines jungen Regierungsbeamten zum "idealen" Besuchsprogramm für Papst Benedikt XVI. in Großbritannien entschuldigt.

Das interne Papier empfahl, der Papst solle bei seinem Besuch im September eine Homo-Ehe segnen, eine Abtreibungsklinik eröffnen und Benedikt-Kondome auf dem britischen Markt einführen. Außerdem könnte der Papst sein Durchgreifen im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche beweisen und "zwielichtige Bischöfe rausschmeißen". Ein weiterer Punkt lautete: "Entschuldigung für…".

Der junge Staatsdiener, der das Memo Anfang März an seine Kollegen schickte, sei inzwischen mit anderen Aufgaben betraut worden, heißt es.

In dem Schreiben hatte er vermerkt, das Memo solle "nicht nach draußen gegeben werden". Es sei Ergebnis eines "Brainstormings, das selbst die sehr weit hergeholten Ideen berücksichtigte". Der Text ging an Regierungsmitarbeiter im Außenministerium und in der Downing Street, Sitz des britischen Premierministers Gordon Brown.

Duett mit der Queen, Purzelbäume mit Kindern

Nachdem die Zeitung "Sunday Telegraph" aus dem Memo zitiert hatte, sah sich die Regierung inzwischen zur öffentlichen Entschuldigung für dieses "dumme" und "respektlose" Schreiben gezwungen. Weitere Vorschläge waren laut "Telegraph", der Papst solle ein Duett mit Queen Elizabeth II. singen oder Purzelbäume mit Kindern schlagen, um sie zu mehr Bewegung anzuhalten.

Außenminister David Miliband sei "entsetzt" gewesen, als er von dem Schreiben gehört habe. Der britische Botschafter beim Vatikan habe den Mitarbeitern Benedikt XVI. das Bedauern seiner Regierung übermittelt.

cht/dpa/AFP

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insgesamt 168 Beiträge
Rainer Daeschler 25.04.2010
Die britische Regierung hat umgehend reagiert. Nicht auszudenken, wenn eine Meute wütender Soutanenträger auf dem Petersplatz in Rom britische Fahnen abgefackelt hätte.
Die britische Regierung hat umgehend reagiert. Nicht auszudenken, wenn eine Meute wütender Soutanenträger auf dem Petersplatz in Rom britische Fahnen abgefackelt hätte.
Joachim Baum 25.04.2010
Ja, das hätte ein verheerendes Bild auf Großbritannien abgeworfen :-)
Zitat von Rainer DaeschlerDie britische Regierung hat umgehend reagiert. Nicht auszudenken, wenn eine Meute wütender Soutanenträger auf dem Petersplatz in Rom britische Fahnen abgefackelt hätte.
Ja, das hätte ein verheerendes Bild auf Großbritannien abgeworfen :-)
Pater Blasius 25.04.2010
Der britische "Humor" ist für seine Geschmacklosigkeiten ja sattsam bekannt. Nein. Fahnen brauchen wir nicht zu verbrennen. Es reicht, wenn sich Downing Street in aller Form bei der katholischen Nuntiatur entschuldigt [...]
Der britische "Humor" ist für seine Geschmacklosigkeiten ja sattsam bekannt. Nein. Fahnen brauchen wir nicht zu verbrennen. Es reicht, wenn sich Downing Street in aller Form bei der katholischen Nuntiatur entschuldigt und den Schmierfinken, der dieses Memo verfasst hat, an die frische Luft setzt, damit er Zeit hat, über sein Verhalten nachzudenken.
mundi 25.04.2010
Auch wenn man einer Religion nicht angehört oder sie sogar ablehnt, sollte man Andersgläubigen mit Respekt begegnen. Homoehe, Abtreibung und Empfängnisverhütung sind Themen, über die auch ernsthaft diskutiert werden kann. [...]
Auch wenn man einer Religion nicht angehört oder sie sogar ablehnt, sollte man Andersgläubigen mit Respekt begegnen. Homoehe, Abtreibung und Empfängnisverhütung sind Themen, über die auch ernsthaft diskutiert werden kann. Manchmal wird vermutet, dass der Papst nächtelang grübelt, wie er die Leute ärgern könnte. Weniger wird über seine Motive nachgedacht.
Antje Technau 25.04.2010
re: Besuchsprogramm der anderen Art für Papst Benedikt XVI. und dafür, dass jemand laut gedacht hat, war ein Kniefall beim Vatikan fällig? Der britische Aussenminister hätte den Witzbold eher befördern sollen als ihm andere [...]
Zitat von sysopBenedikt XVI. soll in Großbritannien die Homo-Ehe segnen, eine Abtreibungsklinik eröffnen und dann auch noch Kondome vertreiben...
re: Besuchsprogramm der anderen Art für Papst Benedikt XVI. und dafür, dass jemand laut gedacht hat, war ein Kniefall beim Vatikan fällig? Der britische Aussenminister hätte den Witzbold eher befördern sollen als ihm andere Aufgaben zuzuweisen. Denn wann hat man schonmal denkende Staatsdiener...
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  • Sonntag, 25.04.2010 – 11:31 Uhr
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Der Papst und die Piusbruderschaft
Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und des Staates Vatikanstadt . Als Völkerrechtssubjekt wird das Kirchenoberhaupt Heiliger Stuhl genannt. Zur Leitung und Verwaltung der Kirche sind dem Papst verschiedene kirchliche Behörden unterstellt, die zusammen die römische Kurie bilden.
Der Papst wird im Konklave , einer Versammlung von Kardinälen , auf Lebenszeit gewählt – als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden.
Amtssitz des Papstes ist der Vatikan. Seit 1871 residiert er im Apostolischen Palast neben dem Petersdom .





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