Marokko Flüchtlinge überwinden Grenzwall zu Exklave Melilla

Sie haben den Zeitpunkt gewusst gewählt: Während der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan versuchten Hunderte Afrikaner den Grenzwall zur spanischen Exklave Melilla zu überwinden. Nur Wenige waren erfolgreich.

Spanische Sicherheitskräfte an der Grenze zur Exklave Melilla (im Jahr 2005)
AP

Spanische Sicherheitskräfte an der Grenze zur Exklave Melilla (im Jahr 2005)


Melilla - Rund 300 afrikanische Migranten haben versucht, die Grenzbefestigungen der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla zu stürmen. Etwa 60 Flüchtlingen ist es gelungen, über die Absperrung im Flussbett des Rio de Oro bis nach Melilla zu gelangen, wie spanische Behörden mitteilten.

Die Migranten hatten den Zeitpunkt, den Abschluss des Ramadan am Samstagabend, offenbar bewusst gewählt - viele Menschen feierten in diesen Stunden das Ende der Fastenzeit. Am Sonntagmorgen habe eine weitere Gruppe von rund 150 Menschen vergeblich versucht, den Grenzwall zu stürmen. Von dieser Gruppe sei aber niemand auf spanisches Gebiet gelangt, teilte die Polizei mit.

Vor sieben Jahren waren Hunderte von Afrikanern illegal von Marokko nach Melilla und Ceuta gelangt. Die spanische Regierung ließ daraufhin die Grenzbefestigungen ausbauen und die Zäune erhöhen.

Afrikanische Flüchtlinge versuchen zurzeit wieder verstärkt Italien zu erreichen: Vor der Küste der Insel Lampedusa wurden am Samstag mehr als 350 Migranten in zwei Booten gerettet. Mit der Hoffnung auf ein neues Leben und dem Versuch, sich nach Europa abzusetzen, bringen sich jedes Jahr viele Flüchtlinge in Lebensgefahr.

Erst im Juli verdursteten mehr als 50 afrikanische Flüchtlinge im Mittelmeer, bei dem Versuch mit einem Schlauchboot nach Italien zu gelangen.

kha/dpa/AFP



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insgesamt 11 Beiträge
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raumbefeuchter 19.08.2012
1. EU Politik
Eine fehlende EU-weite Einwanderungspolitik ist das Problem. Die Leute werden kommen ob man es will oder nicht. Wenn die Flüchtlinge bereit sind das Leben zu riskieren oder tausende von Euros für sie Schlepperbanden auszugeben, dann werden sie auch irgendwann ankommen. Völkerwanderung konnten weder die Römer noch die EU aufhalten. Daher muss man der Tatsache ins Auge sehen und die Weichen füt eine Einwanderungspolitik stellen, anstatt immerwieder den Zaun um 1m zu erhöhen.
bladi 19.08.2012
2.
Das kann nicht sein! das fastenbrechenfest ist in Marokko erst morgen montag und nicht samstag. der artikel beinhaltet eine falsche info.
rennus 19.08.2012
3.
Wer? Die DDR-Bürger. Das Thema ist doch erledigt.
Jom_2011 19.08.2012
4.
Zitat von raumbefeuchterEine fehlende EU-weite Einwanderungspolitik ist das Problem. Die Leute werden kommen ob man es will oder nicht. Wenn die Flüchtlinge bereit sind das Leben zu riskieren oder tausende von Euros für sie Schlepperbanden auszugeben, dann werden sie auch irgendwann ankommen. Völkerwanderung konnten weder die Römer noch die EU aufhalten. Daher muss man der Tatsache ins Auge sehen und die Weichen füt eine Einwanderungspolitik stellen, anstatt immerwieder den Zaun um 1m zu erhöhen.
Diese Flüchtlinge haben mit Sicherheit keine Ingenieursausbildung oder andere hierzulande nachgefragte Berufe. Wozu also brauchen wie die ? Lieber den Zaun 1 m höher machen, eine Alternative haben wir gar nicht. Daß es allerdings intelligente Hilfe vor Ort bedarf steht außer Frage.
rainman_2 19.08.2012
5. Was sollen wir mit diesen Leuten?
Zitat von raumbefeuchterEine fehlende EU-weite Einwanderungspolitik ist das Problem. Die Leute werden kommen ob man es will oder nicht. Wenn die Flüchtlinge bereit sind das Leben zu riskieren oder tausende von Euros für sie Schlepperbanden auszugeben, dann werden sie auch irgendwann ankommen. Völkerwanderung konnten weder die Römer noch die EU aufhalten. Daher muss man der Tatsache ins Auge sehen und die Weichen füt eine Einwanderungspolitik stellen, anstatt immerwieder den Zaun um 1m zu erhöhen.
Es gibt doch für sie keine Arbeit, sie machen doch nur uns Arbeit, dabei müssen wir noch aufpassen, dass sie nicht assimiliert werden, sonst sind wir Verbrecher gegen die Menschlichkeit, aus der Sichtweise des "türkischen Menschenrechtlers" und "Liders*" Erdogan. *Lider (türk.) = Führer
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