Französische Alpen Vater und Tochter von Lawine getötet

Trotz Lawinengefahr wagte sich ein Vater mit seiner elfjährigen Tochter auf eine gesperrte Piste in den französischen Alpen. Sie wurden von Schneemassen verschüttet.

Rettungshubschrauber in Finhaut
DPA

Rettungshubschrauber in Finhaut


Ein Vater und seine elfjährige Tochter sind bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen ums Leben gekommen. Die beiden Skifahrer aus der Region Paris wurden auf einer wegen Lawinengefahr gesperrten Piste am Pisaillas-Gletscher beim Wintersportort Val-d'Isère von den Schneemassen mitgerissen, wie der Sender BFMTV unter Berufung auf die Polizei berichtet.

Laut dem Pistenverantwortlichen des Skiorts seien insgesamt sieben Menschen dort unterwegs gewesen. "Leider waren Personen trotz der Verbote auf die Piste gefahren und wurden mitgerissen", sagte Cécile Ferrando vom örtlichen Tourismusbüro dem Sender. "Einige wurden verschüttet, andere umgeworfen." Rettungskräfte seien sehr schnell am Unfallort gewesen, doch für den Vater und seine Tochter kam jede Hilfe zu spät.

Ebenfalls am Sonntag kam in den französischen Alpen ein Skiwanderer ums Leben, als sich abseits der markierten Piste ein Felsvorsprung löste und auf ihn stürzte.

Val-d'Isère liegt in der Savoyen-Region nahe der italienischen Grenze. Auch der Schweizer Kanton Wallis, wo zwei Menschen am Sonntag einen Lawinenabgang überlebten, ist nicht fern.

In der slowakischen Hohen Tatra hat eine Lawine zwei polnische Bergsteiger verschüttet. Wie der Bergrettungsdienst HZS mitteilte, konnten andere Bergsteiger die 30-jährige Frau und ihren 35-jährigen Begleiter noch vor Eintreffen der Rettungsmannschaft finden und aus den Schneemassen befreien.

Der Mann starb trotz Wiederbelebungsversuchen am Unglücksort. Die zunächst ebenfalls bewusstlose Frau wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Sie sei am Leben, aber "in ernstem Zustand", hieß es auf der Internetseite des Bergrettungsdienstes.

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SPIEGEL ONLINE

kry/dpa/AFP



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