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American-Airlines: Flugbegleiter zündet Toilette an

Weil er ein Held sein wollte, hat ein Flugbegleiter in den USA die Toilette eines American-Airline-Flugzeugs angezündet - und anschließend selbst wieder gelöscht. Die Maschine musste notlanden.

Ein Flugbegleiter hat in den USA eine Flugzeugtoilette in Brand gesteckt und sie anschließend selbst wieder gelöscht. Was klingt wie ein Versehen, war Absicht: Der Steward wollte als Held gefeiert werden. Nun hat das FBI ihn verhaftet.

Zunächst schien der Plan aufzugehen: Die American-Airlines-Maschine war gerade auf dem Weg von Dallas nach Detroit, als der 23-Jährige mehrere Papiertaschentücher in dem Waschraum entzündete. Er trat auf den Gang, wartete einige Minuten und gab dann vor, den Brand überrascht zu entdecken. Er machte seine Kollegen auf das Feuer aufmerksam und löschte es eigenhändig wieder. Das Flugzeug musste auf dem Detroit Metropolitan Airport notlanden. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Laut Gerichtsdokumenten, aus denen die "Detroit Free Press" zitiert, tischte der Flugbegleiter gegenüber den Behörden zunächst unterschiedliche Unfall-Geschichten auf. Doch schließlich gestand er die Tat.

Vergangenen Montag nahm die Bundespolizei FBI den Mann fest, wie jetzt bekannt wurde. Dem Brandstifter droht nun eine Anklage wegen Zerstörung eines Flugzeuges und Falschaussage. Er wurde am Mittwoch nach einer ersten Anhörung gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Allerdings verbot ihm das Gericht bis auf Weiteres das Fliegen. Eine Ausnahme gab es lediglich für seinen Rückflug nach Dallas. Den musste der verhinderte Held durchgehend sitzend verbringen, unter Aufsicht eines American-Airlines-Sicherheitsmannes.

kry/dpa

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