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Angebliche Verfolgung: USA gewähren deutscher Familie politisches Asyl

Die Romeikes fühlten sich wegen ihres Glaubens verfolgt, nun hat die deutsche Familie in den Vereinigten Staaten politisches Asyl bekommen. Die Eltern hatten unter anderem kritisiert, dass sie ihre fünf Kinder hierzulande nicht zu Hause unterrichten durften.

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USA: Politisches Asyl statt Schulpflicht
Nashville - Der Fall der Familie Romeike hat am Dienstag eine weitere Wendung genommen. Richter Lawrence Burman in Memphis gab seine Entscheidung bekannt: Die aus Baden-Württemberg stammenden Eheleute Uwe und Hannelore Romeike dürfen im US-Bundesstaat Tennessee bleiben und damit ihre fünf Kinder wie gewünscht weiterhin selbst zu Hause unterrichten.

Die Romeikes und ihre Kinder leben seit 2008 in Morristown, Tennessee. Sie verstehen sich als evangelikale Christen und vertreten die Ansicht, dass das deutsche Bildungssystem Werte vermittelt, die gegen christliche Grundsätze verstoßen.

Die aus Bissingen an der Teck stammenden "roh-MY-kees" (Washington Post) hatten die drei ältesten ihrer Kinder von der Schule genommen. Mehrfach forderten die örtlichen Behörden sie auf, die Kinder zum Unterricht zu bringen - vergeblich. Im Oktober 2006 stand erstmals die Polizei vor der Tür und brachte die Kinder in die Schule.

Flucht in die USA

Als das Bundesverfassungsgericht im Mai 2006 bestätigte, dass die Schulpflicht einzuhalten und Verstöße dagegen als Ordnungswidrigkeit zu ahnden seien, entschlossen sich die Romeikes, in Richtung USA zu fliehen: "Wir wussten, dass wir das Land verlassen mussten", sagte der Familienvater vor Gericht.

In den vergangenen 10 bis 20 Jahren sei ein zunehmender Verfall der christlichen Werte an deutschen Schulen zu beobachten gewesen, erklärte der Flüchtling. In einem Interview sagte Romeike außerdem, seine Kinder hätten an deutschen Schulen mit Gewalt und Mobbing zu kämpfen gehabt.

Der deutsche Generalkonsul für den Südosten der Vereinigten Staaten, Lutz Gorgens, sagte der "Washington Post", Deutschland verfüge über ein großes Angebot an Bildungsmöglichkeiten. Die Eltern könnten wählen zwischen öffentlichen, privaten und religiösen Schulen, einschließlich alternativer Einrichtungen wie Waldorf- oder Montessorischulen. Die Schulpflicht sichere einen hohen Bildungsstandard für alle Kinder.

Der "Post" zufolge kann die Entscheidung des Gerichts noch gekippt werden. Die Anwälte der Familie erklärten, sie hofften, das Urteil werde Einfluss auf die öffentliche Meinung in Deutschland haben.

ala/APD

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 593 Beiträge
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1. ...
Newspeak, 27.01.2010
"Die Anwälte der Familie erklärten, sie hofften, das Urteil werde Einfluss auf die öffentliche Meinung in Deutschland haben." Hat es bestimmt. Aber auch im Sinne dieser "Familie"? Für mich sind das verabscheuenswerte Eltern, die ihre Kinder indoktrinieren müssen und ihnen jeglichen sozialen Kontakt mit Gleichaltrigen rauben. Wo sind da die "christlichen Werte"? Was ist die Selbstbestimmung der Kinder wert? Genauso rückständig wie die traditionellen "christlichen Werte": Hexenverbrennung, Kreuzzüge etc.
2. Beamtenbürokratenstaat
Berta, 27.01.2010
Zitat von sysopDie Romeikes fühlten sich wegen ihres Glaubens verfolgt, nun hat die deutsche Familie in den Vereinigten Staaten politisches Asyl bekommen. Die Eltern hatten unter anderem kritisiert, dass sie ihre fünf Kinder hierzulande nicht zu Hause unterrichten durften. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,674260,00.html
In diesem Beamtenbürokratenstaat kann man sich schon verfolgt und verarscht fühlen.
3. Besser USA
nautik 27.01.2010
Ich denke, solche Leute sind einfach auch besser in den USA aufgehoben - genauer gesagt, im "Bibel Belt" der USA. Schön, dass sie erkannt haben, wo sie hingehören - und wo sie nicht hingehören!
4. Folgerichtig
c++ 27.01.2010
Wer die Werte unserer säkularen Grundordnung nicht anerkennt, sollte das Land verlassen. Und nicht nur diese Familie.
5. Ausgezeichnet...
Planchet, 27.01.2010
Ned Flanders wird die Familie bestimmt mit offenen armen willkommen heißen. Hödelidödeli gottesfürchtige Nachbarchen
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