Anzeigen gegen Tebartz-van Elst Staatsanwaltschaft will Stellungnahme des Bischofs abwarten

Bei der Staatsanwaltschaft Limburg liegen mehrere Anzeigen gegen Bischof Tebartz-van Elst vor. Bevor über ein Ermittlungsverfahren entschieden wird, soll dem Bischof jedoch die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben werden.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: Aufregung in Limburg
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Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst: Aufregung in Limburg


Hamburg - Die Entscheidung der Limburger Staatsanwaltschaft über ein Ermittlungsverfahren gegen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zieht sich hin. Zunächst sei dem Bischof Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden, sagte Behördensprecher Hans-Joachim Herrchen. Erst danach werde entschieden, ob das Verfahren wegen Untreueverdachts im Zusammenhang mit der enormen Kostensteigerung beim Bau der Limburger Bischofsresidenz aufgenommen werde oder nicht.

Das gelte ebenso für den Vermögensverwaltungsrat, der für die Kontrolle der Finanzen des Bischöflichen Stuhls zuständig ist. Gegen ihn liegt eine anonyme Anzeige wegen Untreue und Betrugs vor.

Über die Causa Limburg spricht seit Mittag der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, im Vatikan mit Papst Franziskus. Für den Nachmittag kündigte Zollitsch eine Erklärung zu dem Treffen mit dem Papst an.

Tebartz-van Elst steht unter immensem Druck. Es geht einerseits um die hohen Kosten für seinen Amtssitz, andererseits um den Antrag der Hamburger Staatsanwaltschaft auf einen Strafbefehl gegen den Bischof, wegen Falschaussage zu einem Erste-Klasse-Flug nach Indien.

Derzeit untersucht eine Prüfungskommission der Bischofskonferenz den Fall. Niemand weiß, wann die innerkirchlichen und externen Fachleute zu einem Ergebnis kommen werden - und ob Franziskus dieses abwarten wird, bevor er eine Entscheidung fällt.

Mehrere Politiker, Verbände und Kirchenorganisationen haben Tebartz-van Elst zum Amtsverzicht aufgefordert. Über eine Amtsenthebung des Bischofs kann letztlich nur der Papst entscheiden.

hut/dpa

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
to5824bo 17.10.2013
1. Der tägliche Tebartz
Was für eine Sensation. Eine Staatsanwaltschaft gibt einem Beschuldigten die Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Und das ist jetzt einen Artikel wert? Unser SPON in Hamburg, Denk bitte an deinen guten Namen. Deine Wille zum Rücktritt wird schon noch geschehen. Aber unseren täglichen Tebartz erspar uns heute.
chickenkiller 17.10.2013
2. Schönes Gebet!
Zitat von to5824boWas für eine Sensation. Eine Staatsanwaltschaft gibt einem Beschuldigten die Gelegenheit zu einer Stellungnahme. Und das ist jetzt einen Artikel wert? Unser SPON in Hamburg, Denk bitte an deinen guten Namen. Deine Wille zum Rücktritt wird schon noch geschehen. Aber unseren täglichen Tebartz erspar uns heute.
Aber zumindest ist er immer wieder für einen Lacher zu verwerten! Wir sollten froh sein, dass es ein Zölibat gibt! Stellen Sie sich vor, der hätte noch 'ne Alte mit 'ner Kreditkarte gehabt!!
niska 17.10.2013
3.
Zitat von chickenkillerAber zumindest ist er immer wieder für einen Lacher zu verwerten! Wir sollten froh sein, dass es ein Zölibat gibt! Stellen Sie sich vor, der hätte noch 'ne Alte mit 'ner Kreditkarte gehabt!!
Sowas ähnliches gibt es doch. Wie hiess doch gleich der fleissige Bonusmeilensammler?
gsaak 17.10.2013
4. Badewanne
Wenn er noch die 15.000 € grosse Badewanne nutzen kann -macht alleine ja nicht so viel Spass- wird er seine Kreditkarte noch öfter belasten müssen.
gsaak 17.10.2013
5. Sonderkonditionen auch für die Justiz?
Normalerweise wird Anzeige erstattet und der aufnehmende Wachmeister leitet ein Ermittlungsverfahren ein. Bei den Staatsfürsten und Kirchenfürsten läuft das wohl anders. Bei Herrn Wulff wurde erst ein Vorermitlungsverfahren durchgeführt. Bei TvE läuft es wohl ähnlich.
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