Auf dem Weg zur Fußball-WM Dauer-Dribbler von Auto überrollt

Mit einem Ball auf der Fußspitze wollte Richard Swanson 16.000 Kilometer von Seattle nach Brasilien zur Fußball-WM dribbeln. Jetzt fand sein ehrgeiziges Projekt weit vor der Zeit ein schreckliches Ende.

Richard Swanson aus Seattle: Tod auf dem Highway
AP/ The Daily News

Richard Swanson aus Seattle: Tod auf dem Highway


Washington - Richard Swanson wollte dribbelnd von Seattle bis nach Brasilien laufen, wo im Juni 2014 die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet. Doch nach nur zwei Wochen auf der Straße wurde der 42-Jährige im US-Bundesstaat Oregon Opfer eines Verkehrsunfalls. In der Nähe der Stadt Lincoln wurde er auf dem Highway 101 von einem Pick Up erfasst. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen konnten.

Wie die Polizei mitteilte, habe man seinen Fußball in der Nähe des Unglücksorts gefunden. Auf der Facebook-Seite "Breakaway Brazil" hatte Swanson seine Reise dokumentiert. "Schweren Herzens müssen wir euch mitteilen, dass Richard Swanson heute Morgen verstorben ist", heißt es auf der Seite. "In unseren Herzen hast du es bis Brasilien geschafft, Richard."

Am 1. Mai war Swanson in Seattle aufgebrochen. Er hatte bei der Planung seiner Reise, die ihn über Mexiko, Nicaragua und Kolumbien nach Brasilien führen sollte, auf Spenden gesetzt. "NEWPORT unterstütze mich! Ich brauche immer noch eine Couch", hatte er noch gepostet, bevor er dorthin aufbrach. Es folgte das Foto eines üppigen Frühstücks bei einer Frau namens Susan. Dann nichts mehr.

Der Fußball-Wanderer hinterlässt zwei Söhne im Alter von 22 und 18 Jahren. "Eines Tages werde ich deine Reise in deinem Namen weiterführen", versprach Devin Swanson. Freunde versuchen jetzt, den Kindern über Spenden eine Reise nach Brasilien zur WM zu finanzieren.

Swanson arbeitete laut eigener Aussage als Grafikdesigner und Privatermittler. Nachdem er seinen Job verloren hatte, entschied er sich, die Freiheit zu nutzen und auf Reisen zu gehen. "Alle Teile schienen zueinander zu passen", sagte er in einem Video, das er auf seiner Seite gepostet hat.

ala/Reuters/AP



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