Lima - In der peruanischen Hauptstadt Lima haben Proteste gegen die Schließung eines Großmarktes zu Kämpfen mit der Polizei geführt. Zwei Menschen sind laut der Nachrichtenagentur dpa ums Leben gekommen. Grund für die Auseinandersetzungen: Die Stadtverwaltung wollte den Markt La Parada umsiedeln. Deshalb wurden die Zufahrten mit Betonblöcken versperrt.
Nachdem die Polizei den Eingang für Fahrzeuge blockiert hatte, sollen Aufständische die Beamten mit Keulen und Steinen angegriffen haben. Bilder des peruanischen Fernsehens zeigen, wie die Angreifer einen Polizisten schlagen und treten, der von seinem Pferd gefallen war. Auf den Bildern ist auch ein Polizist zu sehen, der mit einer Handfeuerwaffe schießt.
Ein 32-Jähriger sei durch einen Bauchschuss getötet worden, sagte Jose Roca, Direktor des Dos de Mayo Krankenhauses. Acht Polizisten und 35 Zivilisten seien mit Verletzungen eingeliefert worden. Die Zeitung "El Comercio" berichtete sogar von mindestens hundert Verletzten, darunter mehr als 70 Polizisten.
Unbekannte plünderten auch den angrenzenden Gamarra Markt, den US-Außenministerin Hillary Clinton vergangene Woche mit Perus First Lady Nadine Heredia besucht hatte.
Die Händler hätten inzwischen auf mehreren Straßen die Zementblöcke entfernt, die den Zugang zum Marktbezirk sperrten, berichtet "El Comercio".
fhu/AP/dpa
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