Schlangenattacke Großvater befreit Enkel aus Würgegriff von Python

In Australien ist ein knapp zweijähriges Kind in letzter Minute aus dem Würgegriff eines Python befreit worden - dank seinem Großvater. Der musste zu drastischen Mitteln greifen.

Rautenpython
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Ein 22 Monate alter Junge in Australien ist in letzter Minute von seinem Großvater aus dem Würgegriff eines Python gerettet worden. Nach einem Bericht des Senders ABC hatte der Junge mit seiner Schwester im Garten des Familiengrundstücks in Julatten im Norden von Queensland gespielt.

Nach Aussagen der Mutter wurde sie nervös, als sie den kleinen Jungen aus dem Blickfeld verlor. Sie suchte ihn, blickte zunächst in das Gesicht ihrer dreijährigen Tochter und habe sofort gewusst, dass etwas nicht stimme, erzählte Amanda Rutlands dem Sender.

Ein mehr als vier Meter langer Python hatte sich dreimal um ihren Sohn Naish gelegt und in seinen Arm gebissen. Sie versuchte, ihrem Sohn zu helfen - doch vergebens. Rutlands rief ihren Vater zu Hilfe, als die Schlange begann, den Jungen zu würgen.

"Der Python war wie ein einziger Muskel"

Selbst mit vereinten Kräften schafften Mutter und Großvater es zunächst nicht, das Reptil von dem Jungen zu lösen.

Erst als Opa ein Messer zückte, mehrmals zustach und schlussendlich den Kopf der Schlange abtrennte, konnte Naish befreit werden. "Es gab keinen anderen Weg", erzählt Rutlands. "Der Python war wie ein einziger Muskel."

Das Kind kam in ein Krankenhaus zur Behandlung. Mittlerweile gehe es dem Jungen gut, sagte die Mutter. Der Vorfall ereignete sich am 13. Oktober, wurde aber erst jetzt bekannt.

Bisse von Pythons sind nicht giftig. In der Vergangenheit gab es aber immer wieder Fälle von Würgeschlangen, die ein Baby getötet haben.

In den USA überlebte erst kürzlich ein Mann mehrere Tage in einem Schacht mit Klapperschlangen.

mhu/dpa

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