Australien Hai tötet 17-jährige Surferin vor den Augen ihrer Familie

Im Westen von Australien hat ein Hai eine junge Surferin attackiert und schwer verletzt. Ihr Vater konnte die 17-Jährige aus dem Wasser retten, doch später starb sie im Krankenhaus.


Der Osterurlaub einer australischen Familie ist in einem tödlichen Unglück geendet. Eine 17-Jährige war mit ihrem Vater surfen, als ein Hai sie unter Wasser zog und ihr ein Bein abbiss. Die Mutter und zwei Schwestern der Jugendlichen beobachteten den Angriff vom Strand aus. Der Vater zog seine Tochter an den Strand, wo die Mutter bereits die Rettungsdienste alarmiert hatte.

Das schwer verletzte Mädchen, das bei dem Angriff laut Medienberichten viel Blut verlor, starb wenig später im Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich im bei Surfern beliebten Kelp Beds nahe der Wylie Bay im Bundesstaat West Australia. Ein Sprecher der Familie äußerte sich dem "Sydney Morning Herald" zufolge bestürzt. "Es spendet uns Trost, dass Laeticia starb, als sie etwas tat, das sie liebte", sagte er. "Sie und ihre Familie liebten den Ozean."

Die Behörden schlossen die Strände der Wylie Bay bis auf Weiteres. Das Ministerium für Fischereiwesen kündigte an, die Strände und die Gewässer zu kontrollieren. Die örtliche Polizei sprach der Familie und den Freunden der 17-Jährigen ihr Beileid aus und schrieb bei Twitter von "niederschmetternden Umständen".

Es war zunächst nicht klar, welche Art von Hai die Teenagerin getötet hat. Vergangene Woche war laut einer Übersicht der Haibeobachtungs-Website Shark Smart in der Bucht ein Mal ein Weißer Hai gesichtet worden.

Die Wylie Bay, rund 700 Kilometer südöstliche von Perth gelegen, ist laut der Zeitung "The West Australian" bekannt dafür, dass dort Weiße Haie unterwegs sind. 2014 verlor dort ein Surfer seine rechte Hand und seinen linken Unterarm bei einem Haiangriff. In Australien gibt es knapp zwei tödliche Haiattacken pro Jahr.

max/mxw/AFP

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karit 18.04.2017
1. Ich habe gerade gelesen, dass sie im ...
... Krankenhaus gestorben ist. Wie kann die da vor den Augen ihrer Familie getötet worden sein? Schlimmer (als die BILD) gehts nimmer!!!
Chris11 18.04.2017
2. Tragisch...
...aber fuer mich auch unverstaendlich, dass sich Menschen immer wieder in solche Gefeahren begeben und dass die Behoerden solche Gebiete nicht grundsaetzlich sperren, wenn es wohl bekannt ist, dass sich dort immer wieder Haie tummeln.
jkleinmann 18.04.2017
3. Bedauerlich.
Wohl auch fahrlässig in einem Gewässer zu surfen, in welchem bekanntermaßen Weiße Haie leben. Es sei trotz spektakulärer Meldung und bei aller Trauer um den Verlust darauf hingewiesen, dass die Todesursache 'Haiangriff' wie auch in dem Artikel erwähnt mit "knapp zwei tödlichen Haiattacken pro Jahr" beinahe nichtexistent ist. Wahrscheinlich kommen mehr Leute durch Kängurus als durch Haie um. Wenn man Wildunfälle dazurechnet definitiv ein Vielfaches.
outsider-realist 18.04.2017
4. Tragisch
Sicher ist der Vorfall für die Familie tragisch, aber ich verstehe die Berichterstattung nicht. Über jeden Vorfall mit einem Hai wird schlagzeilenträchtig berichtet. Wäre die arme Frau auf dem Weg zum Strand mit dem Auto tödlich verunglückt oder wäre ihr eine Kokusnuss auf den Kopf gefallen, hätte es niemand erfahren und es würde vermutlich nur wenige interessieren. So dient der Artikel nur dazu, Haie weiter zu verteufeln und zum Hassobjekt zu machen. Der Mensch dringt in den Lebensraum der Haie ein und kann nun mal tödlich enden. Vermutlich wird jetzt Jagd auf diesen Hai gemacht. Ebenso irssinnig als wenn jemand im Zoo in das Löwengehege springt und weil er zerfleischt wurde die Löwen getötet werden. Gab es ja auch schon. Der Mensch ist einfach nur hohl.
phthalo 18.04.2017
5. Tragisch ist es.....
...... und meine Anteilnahme gilt der Familie und Freunde. Letztes kam ein ganz interessanter Bericht im Fernsehen, dass niemand bei einer Safari in Afrika aus dem Auto aussteigen würde mit dem Ziel, um ein Löwenrudel herumzulaufen. In Hai-Gewässern wird sowas ständig gemacht, daher kann man den Tieren natürlich keine Schuld geben. Trotzdem sehr tragisch.
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