Bußgeldbescheid: Paar muss Geldstrafe für zu lauten Sex zahlen

Stundenlanger Sex, Kreischen und Stöhnen an fünf Tagen in der Woche - das war zu viel für die Bewohner eines Vororts von Adelaide. Immer wieder alarmierten sie die Polizei, doch der Krach ging weiter. Jetzt wurde das laute Paar dazu verdonnert, ein Bußgeld zu zahlen.

Adelaide - Jessica Angel und Colin MacKenzie wohnen in einem Vorort von Adelaide im Bundesstaat South Australia und haben sich offenbar sehr gern. "Durchschnittlich haben wir Sex zwischen vier und sieben Stunden, etwa fünf Nächte in der Woche", sagte MacKenzie laut Internetportal Perth Now.

Eigentlich Privatsache - solange die Begleitmusik nicht als Emission eingestuft wird. Die Nachbarn des Paares störten sich an lautem Stöhnen und Kreischen, das sie teilweise als häusliche Gewalt interpretierten. Zwanzig Mal riefen sie deshalb in den vergangenen Monaten die Polizei. Doch immer wenn diese abgezogen war, ging das wilde Rangeln der beiden erneut los.

Vergangene Woche bekam das Paar eine Auflage: 72 Stunden lang solle absolute Ruhe im Schlafzimmer herrschen - "Schreien, lautes Stöhnen, Fluchen und Erheben der Stimme" sollte tabu sein. Aber nach nur zwei Tagen musste die Polizei erneut anrücken. Nun verhängten die Behörden ein Bußgeld von umgerechnet rund 260 Euro.

"Wir hatten die Lärmbelästigungsgrenze überschritten und wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen", berichtet die 34-jährige Jessica Angel. "Das ist vollkommen übertrieben. Ich muss ein Bußgeld dafür zahlen, dass ich in meinem eigenen Haus Sex hatte."

Es sei das erste Mal, dass in einem solchen Fall ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Lärmbelästigung angewandt werde, berichtete die Zeitung "Sunday Mail".

In Zukunft müssen die Verliebten etwas leiser zur Sache gehen, sonst droht ihnen eine noch höhere Geldstrafe. "Die Polizei musste in diesem Fall einschreiten, damit die Nachbarn zu ihrem Schlaf kommen", verteidigte Chefinspektor Trevor Lovegrove das Vorgehen der Beamten.

Selbst MacKenzie scheint dem Stress im Schlafzimmer auf Dauer nicht gewachsen zu sein. "Ich werde irgendwann einen Herzinfarkt bekommen", sagte er laut des Online-Portals Perth Now. "Sie bringt mich um."

ala/dpa

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