Umstrittene Dreharbeiten Peta ruft zu Boykott von Hundefilm auf

Der Film "Bailey - ein Freund fürs Leben" handelt von der Liebe zwischen Mensch und Hund. Doch bei den Dreharbeiten nahm man es damit offenbar nicht so genau. Nun ist die Aufregung groß.

Szene aus dem Film "Bailey - ein Freund fürs Leben"
AP/Universal Pictures

Szene aus dem Film "Bailey - ein Freund fürs Leben"


Der Schäferhund ist offensichtlich verängstigt. Er will davonlaufen, doch sein Betreuer hält ihn fest. Er will nicht in das wild sprudelnde Wasserbecken, doch der Betreuer hebt und schiebt, bis der Hund fast drin ist - und dann noch einmal hinausklettert. Diese Szene spielte sich offenbar bei den Dreharbeiten des Films "Bailey - ein Freund fürs Leben" ab - einem Film, der die Liebe zwischen Mensch und Tier thematisiert. Umso größer ist die Aufregung, seit das Portal "tmz" das Video mit dem Schäferhund veröffentlicht hat.

Das Video endet damit, dass der Hund vom Strom mitgerissen wird, untertaucht, und ein Mitarbeiter des Filmteams ihm im Wasser zu Hilfe eilt.

Tierschützer rufen jetzt zum Boykott des Films von Regisseur Lasse Hallström auf. Hundefreunde sollten "Bailey - ein Freund fürs Leben boykottieren", "um klarzumachen, dass Hunde und andere Tiere human und nicht wie Filmrequisiten behandelt werden sollten", sagte Lisa Lange, Vizepräsidentin der Tierschutzorganisation Peta.

Die Tierschutzorganisation Animal Justice reichte Beschwerde wegen Tierquälerei ein. Die Organisation American Humane, die den Tierschutz bei Dreharbeiten überwacht, erklärte, sie untersuche den Vorfall und habe einen Vertreter suspendiert, der die Dreharbeiten des Hallström-Films verfolgt hatte.

Hallström schrieb auf Twitter, er sei beunruhigt über das Video und habe von dem Vorfall selbst nichts mitbekommen. "Wir waren alle verpflichtet, für alle Tiere des Films ein liebevolles und sicheres Umfeld sicherzustellen", so Hallström. Ihm sei eine gründliche Untersuchung des Vorfalls zugesichert worden. Die Verantwortlichen würden bestraft.

In einer Mitteilung an US-Medien betonten die Produzenten, das Produktionsteam habe sich an die strengen Vorschriften zum Tierschutz gehalten. Der betroffene Hund mit dem Namen Hercules sei "glücklich und gesund". Der Film mit Dennis Quaid soll in Deutschland am 23. Februar in die Kinos kommen.

hut/AFP



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