Katholikentag in Münster Barbara Hendricks kritisiert fehlenden Segen für homosexuelle Paare

"Häuser, Tiere und Motorräder" werden gesegnet - Schwule und Lesben aber nicht. Für diese Haltung der katholischen Kirche hat Politikerin Barbara Hendricks Unverständnis geäußert.

Barbara Hendricks (Archiv)
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Ex-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat beim Katholikentag in Münster den Umgang der katholischen Kirche mit homosexuellen Paaren kritisiert. Es könne nicht sein, dass "Häuser, Tiere und Motorräder" gesegnet würden, aber keine Schwulen und Lesben, sagte die SPD-Politikerin nach Angaben des Bistums Essen.

Hendricks ist selbst lesbisch und seit Oktober mit ihrer langjährigen Lebensgefährtin verheiratet. Bei dem Podiumsgespräch sagte sie nun: "Die Kirche darf das Sakrament der Ehe Mann und Frau vorbehalten - aber sie darf einen Segen nicht verweigern!" Die 66-Jährige ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Der Essener Weihbischof Ludger Schepers forderte einen neuen Umgang der Kirche mit Schwulen und Lesben. "Es muss einen Unterschied machen, ob wir ein Pferd oder Menschen segnen", sagte er. Die Kirche müsse "ihre Schuldgeschichte anerkennen in der Verfolgung und Missachtung dieser Menschen".

bbr/dpa



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