Plastikpuppe in dick Aktivistinnen stellen XXL-Barbie vor

Barbie macht die Backen dick: Eine amerikanische Model-Initiative gegen Magerwahn hat eine füllige Version der Spielzeugfrau angefertigt. Die Kurvenaktivistinnen wollen damit gegen Magerwahn vorgehen.

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Sie ist über 50 und doch ebenmäßig schön. Zumindest, solange man das Frauenbild als schön voraussetzt, bei dem Körpergröße, Busen, Bauch und Beine im von der Mode- und Modelindustrie propagierten Verhältnis zueinander stehen. Die Puppe ist in die Jahre gekommen, doch ihre Plastikhaut ist glatt - für immer.

Trotzdem gerät die 1959 erfundene amerikanische Plastikfrau vermehrt unter Druck: Wirtschaftlich läuft es schlecht, andere Produkte des Spielwarenherstellers Mattel laufen besser, die Puppen der "Monster High"-School verkaufen mehr als die dünne Blonde. Und seit diesem Jahr soll Barbie auch noch dicker werden.

Schon mehrfach haben sich Ernährungsfachleute, Feministinnen und Kämpfer gegen den Magerwahn an Barbies vermeintlicher Traumfigur gerieben und normalere Maße gefordert. Ein Grafiker machte sich im Mai den Spaß, durchschnittliche Körpermaße auf die US-Puppe zu übertragen, und zeigte, wie eine Barbie eigentlich aussehen müsste, würde sie einen echten Menschen nachbilden. Ebenfalls im Mai sorgte die geplante Eröffnung eines "Barbie-Dreamhouse" am Berliner Alexanderplatz für wütende Proteste. Eine Puppe wurde sogar am Kreuz verbrannt.

Und jetzt kommt es noch dicker: Barbie mit Dreifachkinn und deutlichem Hang zur Fettleibigkeit. Mit dem Bild einer Plus-Size-Barbie fragte die Initiative "Plus Size Modeling" ihre Facebook-Fans, ob sie eine Barbie in dick für eine gute Idee halten. Damit könne gegen den grassierenden Magerwahn protestiert und aufgeklärt werden, so die Initiatoren. Die Nutzer sollten einen "Like" vergeben, wenn sie für, oder einen Kommentar schreiben, wenn sie gegen eine XXL-Puppe sind. Das Ergebnis: 40.000 Leute mögen die XXL-Barbie mit ausladenden Hüften und Speck am Kinn. Ob Mattel in die Produktion einsteigt?

cht



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insgesamt 128 Beiträge
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Seite 1
Taos 31.12.2013
1. So stelle ich mir die Aktivistinnen vor.
Nein, Barbie ist mein Ideal.
braamsery 31.12.2013
2. Mal ne blöde Frage
Gibt es da keine Menschen die normal denken können? Soll etwas als schlecht dargestellt werden, wird das Gegenteil genommen. Kann man da nicht etwas "normales" nehmen? Also normal im Sinn von nicht dick und nicht dürr? - Aber hey, dann wäre das ja nicht mehr wirkungsvoll, Glückwunsch an die Leute die nur in extremen denken können uind den Mittelweg nicht sehen wollen
spmc-129372683232763 31.12.2013
3. Die Frage muß erlaubt sein:
Wie groß ist der gesundheits -und gesellschaftspolitische Fortschritt, wenn kleinen Mädchen in Zukunft die "dicke Frau" als Vorbild geliefert wird??
spiegelwelt 31.12.2013
4. Und ich dachte, ...
Und ich dachte, es gibt eher ein Problem der Fettleibigkeit in der Bevölkerung. Naja, als Aktivist braucht man halt irgendein Ziel.
derdichter 31.12.2013
5.
ok also klar barbie ist naturlich... mmm... zu idealisiert in der sarstellung. aber jetzt ein ... pardon... fettmonster mit dreifachkinn als etwas normales darzustellen ist doch bekloppt. konnen ja gleivch herzanfalle als bestmogliche todesursache nennen -.-
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