Beliebteste Vornamen 2014 Sophie ja, Bambel nein

Und die Gewinner sind: Sophie und Maximilian. Keine Vornamen waren 2014 beliebter. Überraschender ist hingegen die Liste mit Namen, die von offizieller Seite abgelehnt wurden. Oder würden Sie Ihr Kind Holunder, Blitz und Bambel nennen?

Niedlicher Nachwuchs: Ein Holunder? Oder ein Bambel?
Corbis

Niedlicher Nachwuchs: Ein Holunder? Oder ein Bambel?


Es ist eine beliebte Statistik: Jedes Jahr fragt die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden (GfdS) bei rund 650 deutschen Standesämtern nach und ermittelt so, welche Vornamen besonders gerne vergeben werden. Auch in diesem Jahr gibt es auf den Top-Plätzen keine große Überraschungen, Sophie und Maximilian sind Spitzenreiter, eine ausführliche Liste finden Sie am Ende dieser Meldung.

Bemerkenswerter ist jedoch eine andere Information, die ebenfalls an den Standesämtern erfragt wird: Die Namen, die von Eltern zwar gewünscht, von offizieller Stelle jedoch abgelehnt werden. Im vergangenen Jahr seien etwa zehn Prozent der Vorschläge abgelehnt worden, sagte eine Mitarbeiterin der GfdS.

Auf dieser Liste finden sich zum Beispiel die Namen Jonesen, Arriach, Belmondo, Bambel, Hook, Smoky, Mumford, Illumi und Stoitsov. Ebenfalls abgelehnt wurden Alltagsworte (Blitz, Holunder), Städtenamen (Celle) und Militärtitel (Shogun). Weil Vornamen möglichst das Geschlecht des Kindes erkennen lassen sollen, ging der Jungenname Ward für ein Mädchen oder Mandy für einen Jungen nicht durch.

Folgende Namen sind ebenfalls recht gewöhnungsbedürftig, sie wurden allerdings zugelassen und tauchen neu in der Liste auf: Excel, Hrafn, Shakur, Adiga, Kirira, Daileen, Malata, Jonne, Famous und Teddox.

Die GfdS hat für ihre Erhebung sowohl nach den ersten als auch nach weiteren Vornamen gefragt. Wenn man alle zusammenzählt, ergibt sich folgendes Ranking, in Klammern steht die Platzierung aus dem Jahr 2013. Weitere und detailliertere Listen hat die GfdS auf ihrer Internetseite zusammengestellt.


Mädchen

1. Sophie/Sofie (1)

2. Marie (2)

3. Sophia/Sofia (3)

4. Maria (4)

5. Emma (6)

6. Mia (5)

7. Hannah/Hanna (7)

8. Emilia (9)

9. Anna (8)

10. Johanna (10)

Jungen

1. Maximilian (1)

2. Alexander (2)

3. Paul (3)

4. Elias (7)

5. Luis/Louis (6)

6. Luca/Luka (4)

7. Ben (5)

8. Leon/Léon (8)

9. Lukas/Lucas (9)

10. Noah/Noa (10)

aar/dpa

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insgesamt 62 Beiträge
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Seite 1
stefanbodensee 15.04.2015
1. Eltern ?
'Excel' und 'Famous' - wie gehirnamputiert und geltungsbedürftig muss man als Eltern sein, um seine Kinder so zu nennen ? Alternativ schlage ich 'Access' und 'Word' vor, eventuell auch den Doppelnamen 'Power-Point', damit wäe dann das Microsoft-Namenspaket gut abgedeckt. Mann mann mann ....
zerr-spiegel 15.04.2015
2. In den USA wäre das alles kein Problem.
Komischerweise wird immer auf die USA gezeigt, wenn wieder irgendein Mist bei uns durchgestzt werden soll. Bei der Namensgebung verliert aber plötzlich jeder die USA aus dem Fokus. An Namen ist da alles möglich (ok, Shit oderPenis wahrscheinlich nicht), aber Fluss (River) geht da problemlos. Und Männer tragen für D typische Frauennamen (z.B. Marion). Was also soll die Ablehnung von Namen für Kinder (außer wirklich belästigende oder beleidigende Namen - warum aber wird für ein in D geborenes Kind eines Vietnamesen "Dung" eingetragen, auch wenn das ist Vietnam ein gängiger Name ist?).
eigene_meinung 15.04.2015
3. Stupid
"Stupid" heißt wahrscheinlich der Vater von Famous.
anaxamander 15.04.2015
4.
Gab es hier nicht einstens die Regel das bei nicht eindeutigen Vornamen ein zweiter eindeutiger gewählt werden muss? Damit wäre keiner der genannten Namen ein (wirkliches) Problem. Btw erzählte meine Mutter einmal dass sie mich gerne Timothy genannt hätte. Wäre aber nicht genehmigt worden (1971/NDS). Timotheus wäre erlaubt gewesen, das wollte sie allerdings nicht.
polltroll 15.04.2015
5.
Zitat von stefanbodensee'Excel' und 'Famous' - wie gehirnamputiert und geltungsbedürftig muss man als Eltern sein, um seine Kinder so zu nennen ? Alternativ schlage ich 'Access' und 'Word' vor, eventuell auch den Doppelnamen 'Power-Point', damit wäe dann das Microsoft-Namenspaket gut abgedeckt. Mann mann mann ....
Davon mal ganz abgesehen erschließt sich mir aus Excel etc. auch nicht, ob männlich oder weiblich. Es gibt auch weniger offensichtliche Möglichkeiten seinen Kindern zu signalisieren, dass man eigentlich keinen Bock auf sie hatte sondern nur das eigene Ego befriedigen wollte. Den kleinen Pascal und die Chantalle einfach mit 16 vor die Tür setzen.
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