Beliebteste Vornamen Max und Sophie booten Cindy und Napoleon aus

Wir freuen uns über die Geburt von Max und Sophie! Die beiden traditionellen Vornamen führen die Beliebtheitsskala junger Eltern an. Experten der Gesellschaft für deutsche Sprache haben außerdem mit so manchem Klischee aufgeräumt.

Säuglinge: Sophie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen für Neugeborene
Corbis

Säuglinge: Sophie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen für Neugeborene


Wiesbaden - Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Sofie oder Sophie und Maximilian sind die beliebtesten Vornamen für Babys in Deutschland. Das hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ermittelt. Für die Untersuchung wurden Daten von bundesweit rund 330 Standesämtern ausgewertet.

Etwa die Hälfte aller vergebenen Einzelnamen sei so erfasst worden, teilte die GfdS mit. Insgesamt waren es den Angaben zufolge mehr als 530.000 Namen und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor.

2009 war noch Marie der häufigste Mädchenname, diesmal reichte es nur für den zweiten Platz. Beide Namen liegen jedoch laut Unterlagen der Gesellschaft mit jeweils knapp 10.000 Vergaben sehr eng beieinander. Auf Platz drei folgt mit einigem Abstand Maria. Bei den Jungen setzte sich wie 2009 Max(imilian) durch. Alexander kam auf Platz zwei, Paul wurde Dritter in dem Ranking.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht die Liste seit 1977. In den vergangenen Jahren hat sich bei den beliebtesten Vornamen wenig verändert. Bei den Mädchen landete seit 1999 Marie auf dem ersten Platz. Einzige Ausnahme war das Jahr 2008. Bei den Jungen wechselten sich Maximilian, Alexander und Leon ab.

Regionale Unterschiede in der Beliebtheitsskala

Auch die Top Ten 2010 sind im Vergleich zum Vorjahr sehr stabil geblieben. Lediglich Hannah/Hanna und Luis/Louis sind aufgerückt, andere Namen haben zwar Ränge getauscht, an ihrer Popularität jedoch nicht verloren (siehe Tabelle).

Bei der Wahl des Vornamens gibt es regionale Unterschiede. Während Charlotte in Ostdeutschland in der Spitzengruppe der drei beliebtesten Vornamen landete, schaffte es der Mädchenname im Westen nicht in die Top 15. Im Osten nannten Eltern ihren Nachwuchs auch gern Luise/Louise oder Lilly. Im Westen wurden Luisa/Louisa, Sarah/Sara und Lea bevorzugt.

Allerdings müsse auch mit Klischees aufgeräumt werden, sagte Namensexperte Lutz Kuntzsch. So werde Cindy irrtümlich für einen beliebten Ostnamen gehalten. Tatsächlich sei dieser Name im vergangenen Jahr dort jedoch nur einmal vergeben worden, im Westen 16-mal.

Ungewöhnliche Vornamen waren 2010 unter anderem Laperla, Kantorka, Quidan, Loana, Napoleon, Kix und Nox. Bei der Sprachberatung der GfdS abgelehnt wurden hingegen Namenswünsche von Eltern für ihre Kinder wie Pfefferminza, Partizan, Laslo (für ein Mädchen), Junge und Puppe.

Lena oder Leon - welche Namen sind Ihre Favoriten? Stimmen Sie ab!

Vote
Vornamen 2010

Welcher der beliebtesten Namen für Mädchen ist Ihr Favorit?

Vote
Vornamen 2010

Welcher der beliebtesten Namen für Jungen ist Ihr Favorit?

wit/dapd/dpa/AFP

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 51 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sichersicher 03.03.2011
1. Max
Zitat von sysopWir freuen uns über die Geburt von Max und Sophie!*Die beiden traditionellen Vornamen führen die Beliebtsheitsskala junger Eltern an. Experten der Gesellschaft für deutsche Sprache haben außerdem mit so manchem Klischee aufgeräumt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,748792,00.html
Maximilian und Maximiliane sind vor allem in der ehem. DDR sehr beliebt!
So_Lu 03.03.2011
2. titel
Und wie sieht die Verteilung bei Max/Maximilian aus?
README.TXT 03.03.2011
3. Wo ist Schakeline, Cindy, Kevin geblieben?
Altbackene Namen fand das Bildungsbürgertum schon immer schick. Wo bleibt die Unterschicht, stirbt sie aus?
Lennard Green 03.03.2011
4. Titel... können zum Rücktritt führen
Nur mal eine Frage am Rande (bitte nicht lachen): leitet sich boten nicht von Boot ab (ausbooten im Sinne von "ins Ruderboot setzten und weg") und müsste deshalb eher mit doppeltem O geschrieben werden? Oder hat das die unsägliche Rechtschreibreform ebenfalls längst kassiert, ohne, dass ich es bemerkt habe? Mein Lieblingsname nach wie vor: Wotan. Der hat was.
feedbacker 03.03.2011
5. hm
Zitat von Lennard GreenNur mal eine Frage am Rande (bitte nicht lachen): leitet sich boten nicht von Boot ab (ausbooten im Sinne von "ins Ruderboot setzten und weg") und müsste deshalb eher mit doppeltem O geschrieben werden? Oder hat das die unsägliche Rechtschreibreform ebenfalls längst kassiert, ohne, dass ich es bemerkt habe? Mein Lieblingsname nach wie vor: Wotan. Der hat was.
Leitet sich das vielleicht von "Bote" ab? Ausboten heißt doch sinngemäß "jdn (manchmal hinter seinem Rücken) ins Abseits manövrieren". Mittels verschickter Boten? Ist nur meine Vorstellung. Ansonsten finde ich Karl-Theodor sehr hübsch.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.