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Familiensynode im Vatikan: Benedikt soll Hardliner abgewiesen haben

Benedikt XVI.: "Wenden Sie sich nicht an mich" Zur Großansicht
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Benedikt XVI.: "Wenden Sie sich nicht an mich"

Wie hält es die katholische Kirche künftig mit Homosexuellen, Geschiedenen, Single-Müttern? Konservative Hardliner wehren sich heftig gegen Reformbestrebungen - und sollen angeblich Benedikt XVI. um Hilfe gebeten haben. Der wies sie ab.

Rom - Die Intrigen in seinem Umfeld hätten ihn zermürbt, hieß es beim Rücktritt Papst Benedikts XVI., als über die Beweggründe des greisen Pontifex für diesen außerordentlichen Schritt spekuliert wurde.

Im Februar 2013 entsagte Joseph Ratzinger seinem Amt und erklärte, er wollte der Kirche fortan durch ein Leben im Gebet dienen. Glaubt man jedoch der italienischen Zeitung "La Repubblica", ist es mit der Ruhe nicht weit her.

Konservative Geistliche haben demnach versucht, durch Ratzinger Einfluss auf die Sondersynode des Vatikans zu nehmen. Der Deutsche habe dieses Manöver jedoch entschieden zurückgewiesen: "Ich bin nicht Papst, wenden Sie sich nicht an mich", habe er geantwortet. Das Blatt stützt sich auf nicht näher genannte Insider.

Mehrere Kardinäle sollen Benedikt XVI. heimlich aufgesucht haben, um gegen eine von Papst Franziskus angestrebte Öffnung der Kirche zu protestieren. Bei der zweiwöchigen Synode im Vatikan zu den Themen Ehe und Familie wurden die heiklen Themen Homosexualität und Scheidung diskutiert, eine Einigung wurde jedoch nicht erzielt. Dabei gab es offenbar Zugeständnisse an die besonders konservativen Geistlichen.

Nach dem Versuch der Einflussnahme habe Benedikt XVI. dem Papst eine Nachricht zukommen lassen, in der er ihm seine theologische Hilfe angeboten habe. "Wenn Benedikt XVI. spricht, ist es immer, um Franziskus zu unterstützen", hieß es in dem Bericht. Das Blatt beruft sich bei dieser Aussage auf "aufmerksame Beobachter". Der ehemalige Papst gilt als Verfechter konservativer Werte innerhalb der katholischen Kirche. Dennoch lehne er es ab, sich gegen seinen Nachfolger aus Argentinien ausspielen zu lassen, so die Zeitung.

Papst Franziskus hatte im Vorfeld zu einem "barmherzigeren" Umgang der Kirche mit ledigen Müttern, wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen aufgerufen. In der Abschlussbotschaft der Familiensynode wurden diese Themen jedoch ausgeklammert. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi betonte am Abend, das nun verabschiedete Abschlussdokument diene als Grundlage für weitere Diskussionen. Es sei kein lehramtliches Dokument.

vek/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 51 Beiträge
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1. Homosexuelle?
chagall1985 19.10.2014
Da braucht man nur einen Blick in die Bibel zu werfen. Die zu akzeptieren, respektieren oder anzuerkennen ist gegen Gott. Zumindest dem Gott des alten Testaments. Und der rachsüchtige, Völkermordende Gott soll ja der gleiche sein den der friedliebende und nächstenliebende Christus propagiert..... Echte Zwickmühle für wahrhaft gläubige.....
2. So soll es sein
Hornblower, 19.10.2014
Papst Franziskus ist genau das, was Benedikt als Papst nicht sein konnte. Wohinein er aber "mündet". Ein Glücksfall der päpstlichen Geschichte. Ich zweifele nicht an der unbedingten Loyalität Benedikts zum neuen Papst. Schön, dass er sich zudem in seinen Dienst stellt.
3. Die eigenen Vatikan Bibel ...
b.ivanova 19.10.2014
Genau das ist das Problem in Vatikan, dass sie von sehr, sehr lange Zeit, die Bibel nicht lesen. Sie bevorzugen es, darüber nachzudenken, wie die Finanzkraft der Kirche zu erhöhen. Luxus Villen, Luxus Autos und mehr .... Wo steht in der Bibel .... dieses Luxus Leben gezeigt !? In der Vatikan lesen ihre eigenen Bibel, mit dem Titel: 'Wie die meisten reichen in der Welt zu werden, mit der Kirche ".
4.
udo46 19.10.2014
Ob alles im einzelnen den Tatsachen entspricht, ist gleichgültig. Fest steht, dass die RKK vor einer Zerreissprobe steht, die ihresgleichen sucht. Der Widerspruch zwischen Anspruch und Realität ist zu gross geworden, als dass er noch lange an einer Lösung gehindert werden könnte. Und diese Lösung heisst Schisma. Das nennt man Dialektik und ist nicht zu ändern. Es ist quasi ein Naturgesetz der Logik.
5. Täuschung bis zur Enttäuschung
Modest 19.10.2014
Das kirchliche Ehesakrament ist weitgehendst unauflösbar und alle Ehepaare werden in ihrer freien Willensentscheidung befragt. Doch muss man sich fragen warum dieses Ehesakrament so lau gehandhabt wird. Wo es einen Schuldigen gibt, gibt es einen Täter, einen unbarmherzigen und einen der nicht verzeihen kann und der andere die Enttäuschung zur Täuschung treibt. Die gelobte Emanzipation hat ihre Krankheit im mänlichen Wesen und der Feminismus im Naturalismus. Diese Triebfedern haben das Gebot der Treue nur auf einen Fetzen Papier geschrieben.
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