Angriff auf Israeli in Berlin Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Er soll mit einem Gürtel auf einen Israeli eingeschlagen haben: In Berlin hat sich ein Tatverdächtiger den Behörden gestellt.


Der junge Mann, der in Berlin mit einem Gürtel auf einen Israeli eingeschlagen haben soll, hat sich in Begleitung einer Anwältin der Polizei gestellt. Ein Behördensprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Nach Informationen des SPIEGEL meldete sich der verdächtige 19-Jährige aus Syrien gegen 12.30 Uhr bei den Ermittlern. Inzwischen wurde Haftbefehl erlassen.

Der 21-jährige Israeli und sein Freund waren am Dienstagabend im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg unterwegs, dabei trugen sie Kippas - traditionelle jüdische Kopfbedeckungen. Sie wurden eigenen Angaben zufolge von drei arabisch sprechenden Männern antisemitisch beschimpft. Einer der Männer schlug mit einem Gürtel auf den 21-Jährigen ein. Der Angreifer und seine Begleiter flüchteten. Der 21-Jährige filmte die Tat und stellte ein Video ins Netz.

Facebook/privat/JFDA

Der Fall hatte große Empörung ausgelöst. Kanzlerin Merkel sprach von einem "schrecklichen Vorfall". Der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde Berlin, Sigmount Königsberg, sagte dem SPIEGEL, es handele sich um einen "Angriff auf die Demokratie", der Täter stelle sich "außerhalb der Rechtsordnung".

apr/hut



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