"Unser BÄRliner Herz freut sich" Eisbärbaby in Berliner Tierpark geboren

Die Berliner Eisbärin Tonja ist wieder Mutter geworden. Die Pfleger des Tierparks beobachten Bärin und Baby per Kamera. Ihre jüngsten Würfe waren bereits nach kurzer Zeit gestorben.


Bei den Eisbären in Berlin gibt es wieder Nachwuchs. Tonja aus dem Berliner Tierpark habe wieder ein Jungtier zur Welt gebracht, teilte der Tierpark im Ortsteil Friedrichsfelde mit. Erst vor rund eineinhalb Jahren hatte Tonja mehrere Jungtiere verloren.

In der Nacht zum Samstag wurde laut Tierpark "ein meerschweinchengroßes Jungtier" geboren. Eisbärenkurator Florian Sicks teilte mit: "Mittlerweile trinkt das Eisbärenjungtier regelmäßig und nähert sich einem Rhythmus von etwa zwei bis drei Stunden."

Die Eisbärenmutter war im Frühjahr wiederholt vom Männchen Wolodja gedeckt worden. Weil die Bärin bis zum September kräftig an Gewicht zulegte, hatten die Tierparkverantwortlichen eine Schwangerschaft vermutet. Sie nahm von 230 auf 390 Kilogramm zu. Überprüfen ließ sich die Trächtigkeit des Raubtiers ohne risikoreiche Eingriffe aber nicht. Nun meldeten die Pfleger: "Unser BÄRliner Herz freut sich".

Die beiden Jungtiere, die Tonja am 8. Dezember 2016 zur Welt gebracht hatte, überlebten nicht lange. Eines starb nach der Geburt, das zweite Junge Fritz wenige Wochen später - kurz bevor es der Öffentlichkeit präsentiert werden sollte. Erst im Januar 2018 starb zudem ein weiteres Eisbärbaby, das Tonja zur Welt gebracht hatte. Es wurde nur 26 Tage alt.

Eisbären wird in den ersten Lebenswochen grundsätzlich eine hohe Sterblichkeitsrate nachgesagt. "Dennoch sind wir sehr zuversichtlich und drücken alle die Daumen", sagte Tierparkdirektor Andreas Knieriem nach dem aktuellen Wurf. "Tonja hat sich bisher immer vorbildlich um ihre Jungtiere gekümmert, und sie tut es auch jetzt wieder." Gut zehn Jahre nach der Euphorie um den berühmten Eisbären Knut aus dem Zoo in West-Berlin fiebern viele Berliner mit dem Eisbären-Nachwuchs in der Hauptstadt mit.

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Geburt im Tierpark: Bangen um den Babyeisbären

Die junge Familie wird per Videokamera überwacht. Nähern darf sich der Wurfhöhle vorerst niemand. Auch Eisbärenkurator Sicks hatte den Nachwuchs nur dank der Überwachungstechnik entdeckt. "Absolute Ruhe für Mutter und Nachwuchs" ist laut Tierpark "für den Erfolg der Aufzucht ein entscheidender Faktor".

apr/AFP/dpa



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