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Berlin: Mann randaliert mit Axt im Jobcenter

Er kam mit einer Axt, bedrohte einen Mitarbeiter und demolierte einen Teil der Einrichtung. Mit seinem unwillkommenen Besuch hat ein offenbar geistig Verwirrter das Jobcenter im Berliner Stadtteil Tempelhof aufgeschreckt.

Agentur für Arbeit in Ludwigsburg: Anlaufstelle für Menschen ohne Job Zur Großansicht
AP

Agentur für Arbeit in Ludwigsburg: Anlaufstelle für Menschen ohne Job

Berlin - Ein 34-Jähriger hat einen Jobcenter-Angestellten in Berlin-Tempelhof mit einer Axt bedroht und auf Möbel und Türen eingeschlagen. Zudem drohte der offenbar psychisch angeschlagene Mann damit, er werde demnächst mit einer Maschinenpistole wiederkommen.

Dem Mann war zunächst am Donnerstagvormittag in der Arbeitsagentur in der Wolframstraße eine abschlägige Entscheidung mitgeteilt worden, wie eine Polizeisprecherin am Freitag mitteilte. Wenig später sei er mit der Axt bewaffnet in das Gebäude zurückgekehrt, habe den Mitarbeiter bedroht und Mobiliar beschädigt.

Anschließend habe er mit dem Beil drei Glastüren demoliert und dann das Haus verlassen. Danach ließ er sich laut Polizei freiwillig festnehmen. Nach Abschluss der Befragungen durch die Polizei sei der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte die Sprecherin weiter.

Am späten Nachmittag sei der Mann wieder in dem Jobcenter erschienen und habe einem Sicherheitsmitarbeiter angekündigt, dass er beim nächsten Mal mit einer Maschinenpistole zurückkehren würde. Dann flüchtete er erneut. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden Beamte allerdings keine Waffe. Der Mann wurde danach kurzzeitig in einer Klinik behandelt. Gegen ihn wird jetzt wegen Bedrohung und Sachbeschädigung ermittelt.

böl/dapd

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1. Schön
beliyana 22.04.2011
das Sie das auch schon mitgekommen haben:-((( Man kann nur froh sein,das nicht schon mehr Menschen ausgerastet sind,bei der Behandlung die teilweise in den Argen zu finden ist. Naja,man kann nur hoffen,das es keine "Nachahmungstäter" gibt,obwohl wäre vielleicht auch mal eine Art von Protest,denn zu verlieren hat ja der ALGII Bezieher nichts mehr.
2. Im Knast wäre es vielleicht leichter zu leben
Orix 22.04.2011
Zitat von sysopEr kam mit*einer Axt, bedrohte einen Mitarbeiter und demolierte*einen Teil der Einrichtung.*Mit seinem unwillkommenen Besuch hat ein*offenbar geistig Verwirrter*das Jobcenter im*Berliner Stadtteil Tempelhof aufgeschreckt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,758715,00.html
Der wollte vielleicht ein Plätzchen im Knast, dann wäre er die Sorgen ums tägliche Essen, Kleidung und die Miete für eine Weile los gewesen.
3.
dimetrodon109 22.04.2011
Zitat von sysopEr kam mit*einer Axt, bedrohte einen Mitarbeiter und demolierte*einen Teil der Einrichtung.*Mit seinem unwillkommenen Besuch hat ein*offenbar geistig Verwirrter*das Jobcenter im*Berliner Stadtteil Tempelhof aufgeschreckt. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,758715,00.html
Betrachtet man die Ratschläge, das Interesse und die "Fachkenntnisse" vieler Mitarbeiter dieser Jobcenter wundert es einen das solche Gewaltakte dort nicht an der Tagesordnung sind. Mir selber wurde mit zwei akademischen Abschlüssen in naturwissenschaftlichen Fächern bei einer Beratung von einer erheblich adipösen und desinteressierten Mitarbeiterin mit einem süffisanten Lächlen gesagt: "Da hätte sie doch lieber etwas sinnvolles Studieren sollen". Beschwerden darauf hin wurden nicht einmal beantwortet!
4. Natürlich...
myoho 22.04.2011
hält es auch der Spiegel nicht für nötig, zu recherchieren und darüber zu berichten, inwieweit der Mann durch den abschlägigen Bescheid des JobCenters in eine für ihn existenbedrohende Situation geraten sein könnte. Natürlich glaubt der Spiegel der Kategorisierung "geisig verwirrt", die bestimmt Fachleute nach einer ausgiebigen und fundierten Begutachtung und Analyse erstellt haben: die Polizisten nämlich, unsere lieben Ordnungshüter. Und natürlich ist alles wieder nur ein Einzelfall. Liebe Leute, gesellschaftlich verantwortlicher Journalismus sieht definitiv anders aus.
5. ..............
beliyana 22.04.2011
Zitat von myohohält es auch der Spiegel nicht für nötig, zu recherchieren und darüber zu berichten, inwieweit der Mann durch den abschlägigen Bescheid des JobCenters in eine für ihn existenbedrohende Situation geraten sein könnte. Natürlich glaubt der Spiegel der Kategorisierung "geisig verwirrt", die bestimmt Fachleute nach einer ausgiebigen und fundierten Begutachtung und Analyse erstellt haben: die Polizisten nämlich, unsere lieben Ordnungshüter. Und natürlich ist alles wieder nur ein Einzelfall. Liebe Leute, gesellschaftlich verantwortlicher Journalismus sieht definitiv anders aus.
Na,ist ja auch klar,die haben doch nur abgeschrieben,den Hinweis vom tagesspiegel hatten Sie von mir:-((((((
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