Änderung der Dienstvorschriften Berliner Polizisten dürfen Tattoos offen zeigen

Bisher mussten Berliner Polizisten ihre Tätowierungen verbergen. Damit ist nun Schluss. Die Polizeigewerkschaft freut sich, "dass wir endlich im 21. Jahrhundert angekommen sind".


Polizisten in Berlin dürfen ihre Tätowierungen künftig auch sichtbar tragen. Das entschied die Senatsinnenverwaltung durch eine Änderung der Dienstvorschriften für die Polizeibeamten. "Tätowierungen sind grundsätzlich zulässig", heißt es jetzt dort, wie am Donnerstag durch Medienberichte bekannt wurde. Die Behörde reagiere damit auf eine veränderte gesellschaftliche Akzeptanz von Tätowierungen, zitiert die "Berliner Morgenpost" einen Polizeisprecher.

Bisher durften Berliner Polizisten Tätowierungen nicht offen tragen. Bewerber mit auffälligen Tattoos wurden nur dann eingestellt, wenn sie diese bis zum Ende ihrer Ausbildung auf eigene Kosten vollständig entfernen ließen. Ausnahmen galten nur für sehr kleine und unauffällige Tattoos. Unter der Kleidung waren Tätowierungen aber erlaubt, mit langärmeligen Hemden war das Problem oft auch gelöst.

In jedem Fall verboten sind auch weiterhin Tätowierungen mit extremistischen, entwürdigenden, sexistischen oder gewaltverherrlichenden Bildern.

"Wir freuen uns, dass wir endlich im 21. Jahrhundert angekommen sind und befürworten diese Veränderung", schrieb die Gewerkschaft der Polizei Berlin in einer Mitteilung. Die Polizei brauche Nachwuchs. Und die jetzige Lockerung werde "vielen talentierten Bewerbern die Tür öffnen".

Die Polizei Berlin schrieb via Facebook, es gebe nun "endlich" Bewegung beim Thema "Tattoo-Verbot".

aar/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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zinobln 05.01.2018
1. "Berliner Polizei ist im 21.Jahrhundert angekommen"...
und das nur weil sie endlich ihre Tattoos offen tragen können. Da bin ich aber froh das unsere Berliner Polizisten so wenig brauchen um sich endlich im 21.Jahrhundert zu wähnen. Merkt die Polizei und ihre Gewerkschaft noch etwas? Arabische Großfamilien tanzen der Berliner Polizei seit Jahrzehnten auf den Köpfen rum...aus der JVA...naja lassen wir das. Ausbildung und Ausrüstung eher mangelhaft...chronisch unterbesetzt, Überstunden ohne Ende und unterbezahlt sowieso...und dann, Tattoos sind in der Gesellschaft angekommen...und deshalb muss sich der Berliner Polizist diesem Irrsinn auch anpassen. Nicht für umsonst warnen Dermatologen vor den Spätfolgen von Tattoos. Wer sich tätowieren lässt sollte gefälligst auch später die med. Behandlung aus eigener Tasche bezahlen und das sollte auch für Polizisten gelten...viel Spaß bei der wenigen Kohle die ihr bekommt. Sorry, aber von einem tätowierten Polizisten würde ich mich auch nicht kontrollieren lassen...den kann ich dann leider nicht ernst nehmen. Wenn sich irgendwelche bescheuerten XYZ-Möchtegern-Promis zukleistern lassen...ok...aber nicht die Polizei.
ricle 05.01.2018
2. "vielen talentierten Bewerbern die Tür öffnen"
Das ist zeitgemäß und öffnet der Unterwanderung der Berliner Polizei durch arabische Clans endlich Tür und Tor. Die Aufnahmestandards wurden ja bereits deutlich abgesegnet.
dasfred 05.01.2018
3. Na Endlich
Auch wenn ich für mich gut drauf verzichten kann, junge Menschen, besonders in der Grossstadt haben Tätowierungen für sich als Körperkunst entdeckt und sind zum gewohnten Anblick geworden. Jetzt ausgerechnet Polizeianwärter davon auszunehmen ist nicht mehr zeitgemäß. Die Zeit, als Tattoos noch mit Halbwelt etc. assoziiert wurden ist vorbei. Jeder dritte Supermarkt Kassierer trägt heute Tattoos und das wird wie selbstverständlich angenommen. Polizisten sollen die Mitte der Gesellschaft repräsentiert und hier sind Tätowierungen längst angekommen.
gastundredner 05.01.2018
4. Anbiederung
„Voll krass Dein Tattoo, wo Deine Studio?“ Wenn sich solche Dialoge deeskalierend bei Verhaftungen ergeben, soll’s recht sein. Allein mir fehlt der Glaube. Zuerst werden bei der Polizei die sportlichen Hürden und Ansprüche gesenkt, dann die sprachlichen, dann die Intellektuellen, jetzt die gesellschaftlichen. Ich glaube nicht, daß sich jetzt verstärkt Profifußballspieler, Scheinschauspieler und Dschungelcampbesucher, jeweils mit weiblicher Entsprechung, bei der Polizei bewerben, nachdem diese letzte Einstellungshürde genommen ist.
wasistlosnix 05.01.2018
5. Bessere Bezahlung
würde sicherlich helfen um mehr Polizisten anzuwerben und dann noch an der öffentlichen Akzeptanz arbeiten.
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