Verdächtiger Gegenstand Weihnachtsmarkt in Berlin geräumt

Wegen eines verdächtigen Gegenstands mussten Besucher den Berliner Weihnachtsmarkt vor der Kulturbrauerei verlassen. Inzwischen ist klar: Der Gegenstand war harmlos. In Frankfurt hatte es einen ähnlichen Fall gegeben.

Polizisten sperren das Gelände Weihnachtsmarktes an der Kulturbrauerei
DPA

Polizisten sperren das Gelände Weihnachtsmarktes an der Kulturbrauerei


Der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Kulturbrauerei auf dem Prenzlauer Berg ist am Freitagabend geräumt worden. Das bestätigte die Berliner Polizei dem SPIEGEL. Demnach handelte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Ein herrenloser Rucksack hatte den Alarm ausgelöst, aus dem offenbar ein Kabel heraushing, berichtet der "Berliner Kurier". Die Polizei alarmierte ein Entschärfungskommando. Die Ermittlungen zeigten jedoch, dass der Rucksack ungefährlich war. Das Kabel gehörte offenbar zu einem Ladegerät für ein Handy.

Am Abend war auch ein Weihnachtsmarkt in Frankfurt am Main teilweise geräumt worden, nachdem ein Koffer und eine Sporttasche gefunden worden waren. Diese enthielten jedoch nur Kleidungsstücke, wie die Polizei später mitteilte.

Nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im vergangenen Jahr gibt es erhöhte Sicherheitsmaßnahmen auf deutschen Weihnachtsmärkten. Anfang Dezember war auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt Bombenalarm ausgelöst worden, nachdem in einer naheliegenden Apotheke ein verdächtiges Paket gefunden worden war. In dem Paket befanden sich eine Blechbüchse mit Hunderten kleinen Nägeln, Batterien sowie Drähte, ein verdächtiges Pulver und ein sogenannter Polenböller. Mit dem Paket versuchten Unbekannte, DHL zu erpressen.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Rheinbach bei Bonn ist es am Freitagabend zu einem Unfall gekommen. Bei der Verpuffung einer Gasflasche sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Der Unfall habe sich am Freitagnachmittag in einem Crêpe-Stand ereignet, teilte die Polizei mit. Eine 50 Jahre alte Frau musste den Angaben zufolge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein 60-jähriger Mann kam ebenfalls schwer verletzt in die Notaufnahme.

Warum es zu der Verpuffung in dem Verkaufsstand kam, war bislang nicht bekannt. Das Amt für Arbeitsschutz ermittelt am Unfallort.

koe/dpa



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