Nach Ex-Kanzler-Intervention "Helmut Kohl Bar" hat einen neuen Namen

Eine Kneipe mit meinem Namen? Unschön, dachte sich vermutlich Ex-Kanzler Helmut Kohl und beauftragte seine Anwälte, den Betreiber umzustimmen. Der zeigte sich einsichtig und ersann nun einen neuen Barnamen. Einen sportlicheren.

DPA

Berlin - Ab Dienstag hat Michael Brauns Kneipe in Berlin-Neukölln einen neuen Namen. Auf Wunsch eines betagten Ex-Kanzlers hatte der Gastronom davon Abstand genommen, sein Etablissement weiter "Helmut Kohl Bar" zu nennen.

Laut "Berliner Kurier" brachte seine aus Frankreich stammende Freundin Fleur ihn nun auf eine Idee: Während einer Autofahrt durch Süddeutschland fragte Braun, welche Sehenswürdigkeit sie denn gern einmal besuchen würde. "Dieses Märchenschloss", sagte Fleur. "Neuschwanstein?", fragte Braun. "Ja genau, Schloss Neuschweinsteiger", antwortete sie. Der neue Kneipenname war geboren.

Er denke nicht, dass es jetzt Probleme mit Fußballstar Bastian Schweinsteiger geben werde, sagte Braun. Schließlich sei ja bloß ein "einsteiger" angehängt.

Kohls Anwälte hatten Braun vor mehreren Monaten darum gebeten, den Namen zu ändern. Die Verständigung sei freundlich und einvernehmlich erfolgt, teilte Kohls Büro im April mit. Braun sagte, er habe den Namen nicht aus politischen Gründen, sondern wegen des Nostalgiegefühls gewählt.

ala/dpa

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