Berliner Integrationslotsin Simran Sodhi darf bleiben

Die Inderin Simran Sodhi hilft Asylbewerbern als Integrationslotsin in Berlin, dennoch drohte ihr selbst die Ausweisung. Nun soll sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. "Ich freue mich, weiterarbeiten zu können", sagte Sodhi.


Berlin - Der Fall sorgte bei vielen für Unverständnis: Die Inderin Simran Sodhi steht Asylbewerbern in Berlin als Integrationslotsin zur Seite - und sollte selbst ausgewiesen werden. Mehr als 70.000 Unterzeichner protestierten mit einer Onlinepetition gegen die Entscheidung der Ausländerbehörde. Nun die Wende: Wie die Bildungsinitiative "With Wings and Roots" mitteilte, soll Sodhi eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Dies sei bei einem Treffen mit Vertretern von Ausländerbehörde, Senat und Bezirksamt beschlossen worden.

Bereits Anfang der Woche hatte Innensenator Frank Henkel (CDU) gesagt, es solle eine aufenthaltsrechtliche Perspektive geschaffen werden. "Ich bin dankbar für all die Unterstützung und die positive Entscheidung. Ich freue mich, nun wieder weiterarbeiten zu können und mich um die Bedürfnisse von Asylsuchenden und Migranten und Migrantinnen in Treptow-Köpenick zu kümmern", sagte Sodhi.

Die Ausländerbehörde wollte Sodhi ursprünglich abschieben, weil sie für die Stelle als Integrationslotsin überqualifiziert sei und als Akademikerin zu wenig verdiene. Eine 18-monatige Frist sei abgelaufen, in der Sodhi nach ihrem Studium einen "angemessenen Arbeitsplatz" hätte finden müssen.

Mehr zu den Hintergründen des Falles lesen Sie hier.

hut

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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
mauser 25.05.2014
1. endlich
ist da mal menschlich sinnvoll gehandelt worden! Glückwunsch, Simran Sodhi!
tz88ww 25.05.2014
2. Man
hätte doch nur ihr gehalt auf 80000 anheben müssen, dann hätte sie bleiben können, ich denke, das sollte uns die stelle wert sein.
JaWeb 25.05.2014
3. Sodhi
Man sollte die Hoffnung doch nie ganz aufgeben. Glückwunsch, Frau Sodhi.
tanzschule 25.05.2014
4. nur gut gemeint
Zitat von sysopDie Inderin Simran Sodhi hilft Asylbewerbern als Integrationslotsin in Berlin, dennoch drohte ihr selbst die Ausweisung. Nun soll sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. "Ich freue mich, weiterarbeiten zu können", sagte Sodhi. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/berliner-integrationslotsin-simran-sodhi-darf-bleiben-a-971542.html
die ausländerbehörde wollte doch nur dafür sorgen das sich frau sodhi besser in ihre zu lotsenden einfühlen kann .
krylon 25.05.2014
5. Die Petition hat was gebracht
Mit wie viel Dummheit darf man eigentlich beschlagen sein, um integrierte Ausländer, die mal als Asylsuchende gekommen sind und bleiben nun gern bleiben wollen, ausweisen will, aber in Indien durch den Bundespräsidenten Abwerbeversuche startet, um sie in unser Land zu holen. Was für ein mieses Spiel: Durch Spenden und Entwicklungshilfe werden Menschen ausgebildet, damit sie mit dem erworbenen Können ihrem Land dienen und dann kommen Politiker und werben diese Leute an, weil sie versäumt haben, im eigenen Land den Nachwuchs zu fördern. Wenn dann Menschen aus armen Ländern flüchten, um in den reichen Ländern zu überleben versuchen, werden sie als "Wirtschaftsflüchtlinge" abgewertet und wieder zurück ins Elend geschickt.
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