US-Urteil Millionenentschädigung wegen Wanzen in der Wohnung

Ihr Sohn hatte ständig blutige Arme und Beine: Monatelang litt eine US-Familie unter Bettwanzen in der Wohnung. Ein Gericht hat den Vermieter deswegen nun zu einer hohen Entschädigung verurteilt.

Bettwanze (Archiv)
DPA

Bettwanze (Archiv)


Eine Familie im US-Bundesstaat Kalifornien, deren Kleinkinder in der Mietwohnung über Monate hinweg von Bettwanzen gebissen wurden, hat eine Millionenentschädigung zugesprochen bekommen. Nach dem Urteil muss der Eigentümer des Apartmenthauses in Inglewood bei Los Angeles Medienberichten zufolge knapp 1,6 Millionen Dollar zahlen.

Im Sommer 2012 hätten die Eltern roten Ausschlag und Schwellungen auf dem Körper ihres damals dreijährigen Sohnes entdeckt, schrieb der "San Francisco Chronicle". Auch ihre wenige Monate alte Tochter sei von Bettwanzen gebissen worden.

Erst nach zahlreichen Beschwerden hätte die Hausverwaltung den verseuchten Teppichboden entfernt, gaben die Eltern an. Sie hätten nicht genug Geld gehabt, um aus der Wohnung auszuziehen. Fast vier Monate mussten sie mit dem Ungeziefer leben. 2014 - nach ihrem Auszug - verklagte die Familie schließlich ihren früheren Vermieter.

880.000 Dollar haben die Geschworenen laut dem Magazin "People" allein dem besonders gebissenen Jungen der Familie zugesprochen. Der jetzt achtjährige Junge hat demnach noch heute Narben am ganzen Körper. Er habe am meisten unter dem extremen Juckreiz gelitten. "Er hatte ständig blutige Arme und Beine", beschrieb die Frau die Verletzungen.

"Ich denke, es ist wichtig, denjenigen eine Stimme zu geben, die nicht selbst für ihre Rechte einstehen können", sagte der Anwalt der Familie, Brian Virag, dem "San Francisco Chronicle" zufolge. Die Familie habe viel durchgemacht. Die Narben des Sohnes seien eine "ständige Erinnerung" an die Folgen des schweren Wanzenbefalls.


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apr/dpa



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