Kleriker in der Kritik Bischof Tebartz-van Elst bittet um Vertrauen

"Rückblickend gibt es Dinge, die ich anders angehen würde": Der umstrittene Bischof Tebartz-van Elst wirbt um Verständnis bei den Gläubigen. Von seinen Kritikern wünscht er sich vor allem "Vertrauen".

Bischof Tebartz-van Elst (Archiv): Protest gegen seinen Führungsstil
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Bischof Tebartz-van Elst (Archiv): Protest gegen seinen Führungsstil


Limburg - Ein autoritärer Führungsstil und angebliche Verschwendung: Der Bischof von Limburg, Bischof Tebartz-van Elst, ist in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten. Nun zeigt er sich reumütig. In einem Brief an die Gläubigen im Bistum schreibt er: "Rückblickend gibt es Dinge, die ich anders angehen würde." Das Schreiben solle bei allen Messen im Bistum verlesen werden.

In dem Brief verspricht Tebartz-van Elst Aufklärung und bittet um Geduld, Vertrauen sowie das Gebet der Gläubigen. "Manches, was in den letzten Wochen gesagt und geschrieben worden ist, hat mich verletzt. Anderes hat mich auch nachdenklich gemacht", schreibt der 53-Jährige demzufolge. In Richtung seiner Kritiker schreibt er: "Lassen Sie uns aufeinander zugehen! Ich schätze Ihre skeptischen und kritischen Fragen. Aber noch mehr brauche ich Ihr Vertrauen."

Katholiken in seinem Bistum hatten zuvor öffentlich eine Kurskorrektur des umstrittenen Bischofs gefordert. Zuletzt hatten sich aber auch Unterstützer des Geistlichen zu Wort gemeldet: Das streng konservative Forum Deutscher Katholiken rief zur Solidarität mit Tebartz-van Elst auf.

Im Fokus der Kritik steht nach wie vor der kostspielige Bau des neuen Wohn- und Dienstsitzes. Aus dem Vatikan habe der Bischof die "größte Unterstützung und Solidarität in der aktuellen Situation" erfahren, sagte ein Sprecher des Bistums.

"Wo es etwa um die Kosten für das neue bischöfliche Haus (Diözesanes Zentrum St. Nikolaus) geht, wird noch einmal ein genauerer Blick und die Überprüfung vieler Einzelheiten nötig sein", schreibt der Kleriker. Es werde alles dafür getan, "um diese Fragen klipp und klar zu beantworten". Zudem will Tebartz-van Elst jetzt jede einzelne Pfarrgemeinde im Bistum zu einer persönlichen Begegnung in Limburg einladen.

insgesamt 121 Beiträge
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frechwieoskar 31.08.2013
1. wer einmal lügt
einem lügner vertrauen zu schenken, ist dassselbe, wie einem dieb, die eigenen wertsachen, zur verwahrung anzubieten
tomatosoup 31.08.2013
2. Narziss auf dem Thron
Ist die Katholische Kirche wirklich zu ohnmächtig, diesen eingebildeten Narziss und First-Class-Gourmet aus dem Amt zu werfen? Dann muss er wirklich zu viel wissen und unangreifbar sein. Pfui Teufel, da hilft kein Exorzismus. Papst Franziskus, pls.help! Ein göttlich-menschlicher Agitator wie J.CHR. hätte solchen Herrn Bischof wie einen r. Hund aus dem Tempel gejagt.
nandolino 31.08.2013
3. optimal
Entschuldigung, aber dieser Mann sieht aus wie ein Psychopath.
wurzelbär 31.08.2013
4. "Vertrauen" wie
wie "Glauben" ! Bedeutet nichts anderes - als Mensch sollst du nicht selber denken, dir einen eigene Meinung bilden, dein eigenes Leben selbst überdenken. NEIN ! - man soll Vertrauen, man soll Glauben, etc. aber bitte, nur nicht selber Denken und sich selbst eine eigene Meinung machen. Denn damit - wäre es mit der Politik - und vor allem mit der "Kirche" am ENDE ! Aber das wäre für die Menschheit ein Fortschritt!
tafelsilber 31.08.2013
5. Katholiken
Ich fasse es nicht, dass immer noch Millionen von Menschen in unserem Lande diesem irren Verein, mit seinen irren, völlig weggetretenen Führungskräften und ihrer verstaubten reaktionären und inhumanen Ideologie, angehören. Wacht auf! Tretet aus!
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