Kanada Bootsunglück von Walbeobachtern durch Welle verursacht

Das tödliche Bootsunglück vor der Westküste Kanadas ist wahrscheinlich durch eine Welle ausgelöst worden. Weil zu viele Passagiere auf einer Seite des Boots standen, sei es instabil geworden. Fünf Menschen starben.

Anleger in Tofino, Kanada: Boot mit 27 Menschen an Bord gesunken
REUTERS

Anleger in Tofino, Kanada: Boot mit 27 Menschen an Bord gesunken


Fast alle der 27 Passagiere hätten sich auf der linken Seite des Oberdecks befunden, als die Welle das Boot umgeworfen habe, zitierte der Sender CBC News Marc-Andre Poisson von der kanadischen Transportbehörde. "Das würde erklären, warum sich der Schwerpunkt verschoben hat, was die Stabilität des Bootes beeinflusst." Eine Welle sei von rechts auf das Schiff geprallt und habe das Boot zum Kentern gebracht.

Die 20 Meter lange "Leviathan II." war am Sonntag vor dem kleinen Ort Tofino auf Vancouver Island gesunken. Dort beobachten Tierfreunde vor allem im Oktober Grauwale auf ihrem Weg nach Süden. Bei den fünf Toten handelte es sich um Briten, ein Australier wird noch vermisst. Von den 21 Geretteten befinden sich acht zur Behandlung in einem Krankenhaus.

Ermittler haben inzwischen drei Besatzungsmitglieder und einige Passagiere angehört. Die Klärung des Vorfalls werde noch Monate in Anspruch nehmen, hieß es.

ala/dpa

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