Vatikan-Stadt - In Jerusalem hat am Karfreitag die traditionelle Prozession durch die Altstadt begonnen. Angeführt von Franziskaner-Mönchen empfinden dabei Hunderte von Gläubigen den Leidensweg Jesu nach. Einige trugen große Holzkreuze ein Stück entlang der Strecke, andere kleine Nachbildungen. Tausende Menschen säumen traditionell den Weg der Prozession.
Jesus wurde nach christlichem Glauben am Karfreitag verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt. 14 Stationen auf dem Leidensweg markieren die Stellen, an denen er unter dem Gewicht des schweren Holzkreuzes zusammenbrach.
Auf den Philippinen haben sich am Karfreitag mehr als 20 Gläubige ans Kreuz nageln lassen, um das Leiden von Jesus Christus nachzuerleben. Rund 3000 Einheimische und Touristen verfolgten die traditionellen Kreuzigungen in einem Dorf nördlich von Manila, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Der 44-jährige Arturo Bating breitete seine Arme aus und blieb ganz ruhig, als sich die zehn Zentimeter langen Metallnägel durch seine Hände bohrten. Manche Gläubige ließen sich auch an den Füßen festnageln; Helfer nehmen die Menschen nach einigen Minuten wieder von den Kreuzen ab.
Bereits Stunden vor der Zeremonie geißelten sich zahlreiche Einheimische mit Peitschenhieben, um so für ihre Sünden zu büßen. Die katholische Kirche lehnt den blutigen Brauch ab. Diejenigen, die daran teilnehmen, würden aber nicht verurteilt, sagte der Präsident der katholischen Bischofskonferenz, José Palma, dem katholischen Rundfunksender Veritas.
cte/dpa/AFP
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