Schwere Geburt: Britin bringt in Spanien 6,2-Kilo-Baby zur Welt

Sie ist fast doppelt so schwer wie das durchschnittliche Neugeborene. Die Tochter von Maxime Marin wog bei der Geburt 6,2 Kilo. Kaiserschnitt und Anästhesie wollte die 40-Jährige nicht: "Es war eine einfache Geburt."

Die neugeborene Tochter von Maxime Marin: "Sehr einfache Geburt" Zur Großansicht
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Die neugeborene Tochter von Maxime Marin: "Sehr einfache Geburt"

Madrid - Sie wusste, dass es ein schweres Kind werden würde, doch am Ende war die Mutter dann doch überrascht: "So groß hatte ich es mir nicht vorgestellt", sagte die 40-jährige Britin Maxime Marin nach der Geburt in Spanien.

6,2 Kilo gab das Krankenhaus "Hospital Marina Salud" in Dénia an der Ostküste des Landes als offizielles Geburtsgewicht bekannt. Damit ist das Mädchen das schwerste auf natürliche Weise geborene Baby in der Geschichte Spaniens.

Die Mutter habe bei der Entbindung am Mittwoch weder Kaiserschnitt noch Epiduralanästhesie benötigt, sagten Ärzte der Klinik. Die mit einem Kolumbianer verheiratete Marin, für die es das vierte Kind ist, sprach von einer "sehr einfachen Geburt". Andere sogenannte makrosome Kinder, die mit mehr als 4,35 Kilo in Spanien zur Welt kamen, wurden immer mit Operation geboren.

Der Mutter und ihrer Tochter gehe es sehr gut, sagte der Chef der Pädiatrie-Abteilung des Krankenhauses, Hector Boix. Das Neugeborene sei aber vorerst unter ständiger Beobachtung. "Solche Babys muss man die ersten Stunden überwachen, weil sich bei ihnen häufig der Blutzuckerspiegel senkt. Sie sind sehr passiv, wollen selbst zur Nahrungsaufnahme nicht aufwachen", fügte der Arzt an. Ab einem Gewicht von mehr als vier Kilogramm gilt ein Neugeborenes als zu schwer. Das Kind hat ein deutlich höheres Risiko, Übergewicht und Diabetes zu entwickeln.

Laut internationalen Statistiken liegt das Geburtsgewicht normal gewachsener Kinder bei etwa 3,2 Kilogramm. Erst im Juli ist ein außergewöhnlich schweres Baby in Leipzig geboren worden: Die 57,5 Zentimeter große Jasleen brachte 6,1 Kilo auf die Waage. Ein Mädchen in Sibirien erblickte mit 7,75 Kilogramm das Licht der Welt, und das laut Guinness-Buch der Rekorde schwerste Baby der Welt wurde 1879 in Ohio mit rund elf Kilogramm geboren.

mia/dpa

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1. Toleranzen
feuercaro1 08.08.2013
Das geht mir wirklich auf die Nerven - dieser ewige Definitionswahn von Medizinern. Da wird eine kleine Bandbreite als "normal" definiert, nur um für alles, was darunter/darüber liegt, eine pathologische Definition zu haben. Beispiel: In meiner Familie sind die Menschen fast alle groß und schwer. Kein Wunder also, dass die Neugeborenen ALLE über 4.000g wogen. Meine Söhne sogar deutlich drüber: 4.650g er Ältere (Kaiserschnitt wegen Beckenendlage) und sogar 4.770g der Jüngere (Normalgeburt!). Niemand in den Krankenhäusern hat großes Aufhebens um das Gewicht gemacht - warum auch, schließlich sind die Eltern beide über 1,90cm groß. Beide sind inzwischen erwachsen und kerngesund - und körperlich recht groß geraten (Überraschung!). Mir tun deren zukünftige Frauen schon jetzt Leid, wenn die mal schwanger sind und sich sagen lassen müssen, dass ihre Kinder, da ja wahrscheinlich über dem Normwert von 4.000g befindlich, risikobehaftete Kinder sind... Es wird Zeit, dass Mediziner ihre Definitionen überdenken.
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