Busunfall in China: Deutsche Opfer stammen aus Bayern und Baden-Württemberg

Fünf Deutsche starben bei einem Busunglück in China - laut einem Veranstalter stammen sie aus Bayern und Baden-Württemberg. Die aus 19 Ärzten bestehende Reisegruppe hatte sich in China weiterbilden wollen. Über die Unglücksursache wird noch gerätselt.

Nach dem Busunglück: Ein Verwundeter wird ins Krankenhaus von Tianjin gebracht Zur Großansicht
AP

Nach dem Busunglück: Ein Verwundeter wird ins Krankenhaus von Tianjin gebracht

Scheidegg - Die bei einem Busunfall in China getöteten fünf Deutschen stammen offenbar aus Bayern und Baden-Württemberg. Zunächst hatte das ZDF berichtet, die fünf deutschen Todesopfer stammten aus Bayern. Jetzt meldete der Radiodienst BLR in München unter Berufung auf den Reiseveranstalter Ultramer Touristik aus Scheidegg bei Lindau, unter den Toten seien drei Ärzte aus Bayern und zwei Mediziner aus Baden-Württemberg.

Die Wissenschaftler gehörten zu einer 19-köpfigen Gruppe von Ärzten, die gerade erst in China angekommen war. Sie hätten sich zehn Tage lang in Traditioneller Chinesischer Medizin weiterbilden wollen.

Der Reisebus war auf der Schnellstraße zwischen Peking und Shanghai auf Höhe der Millionen-Stadt Tianjin mit einem Lastwagen kollidiert und in Flammen aufgegangen. Fünf Deutsche starben, zwölf weitere wurden laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua verletzt. Insgesamt kamen bei dem Unfall sechs Menschen ums Leben, 14 weitere wurden verletzt. Bei dem sechsten Toten handele es sich um den chinesischen Fahrer des Busses, berichtete Xinhua. Er sei bereits am Unfallort seinen Verletzungen erlegen.

Neben den zwölf Deutschen seien auch zwei Chinesen bei dem Unfall verletzt worden. Sie hätten Verbrennungen, Knochenbrüche und Prellungen erlitten. Von den Deutschen seien drei schwer verletzt in Krankenhäuser in Tianjin gebracht worden.

Die deutsche Botschaft in Peking und das Auswärtige Amt äußerten sich nicht zur Herkunft und Identität der Opfer. Laut Xinhua besuchte der deutsche Botschafter in China, Michael Schaefer, die Verletzten in Tianjin.

Unfallursache unbekannt

Der genaue Unfallhergang blieb zunächst unklar. Das Unglück ereignete sich am chinesischen Nationalfeiertag. Viele Autobahnen und Schnellstraßen in China waren aufgrund des Festtages überlastet. 85 Millionen Reisende fuhren bereits am Sonntagnachmittag auf Chinas Autobahnen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Erstmals hatte die chinesische Regierung die Autobahnmaut für Privatfahrzeuge während der Feiertage ausgesetzt, was zu einem starken Verkehrsanstieg und zahlreichen Staus führte.

Die Ursache des tödlichen Busunfalls ist noch ungeklärt. Fest stand zunächst nur, dass der weiße Bus mit den deutschen Fahrgästen auf einen Lastwagen krachte, der einen Container transportierte. Der Bus fing dabei Feuer und stand rasch in Flammen.

ala/dpa/dpa

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