Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

China: Arbeiter nach 36 Tagen aus eingestürzter Mine gerettet

Frei nach 36 Tagen: Chinesischer Arbeiter bei seiner Rettung Zur Großansicht
REUTERS

Frei nach 36 Tagen: Chinesischer Arbeiter bei seiner Rettung

Vier chinesische Arbeiter waren mehr als einen Monat lang unter Tage eingeschlossen, nun konnten Rettungskräfte sie aus einer eingestürzten Gipsmine befreien.

Es sind dramatische Bilder: Die Gesichter mit schwarzem Staub bedeckt, die Augen geschlossen, die Hände fest um das Seil geklammert, mit dem sie von den Rettungskräften aus der Grube gezogen werden. 36 Tage lang waren vier chinesische Arbeiter in einer Gipsmine in der chinesischen Provinz Shandong im Osten des Landes eingeschlossen.

Aus mehr als 200 Metern Tiefe wurden die Männer jetzt einer nach dem anderen nach oben gehievt, berichtete der staatliche Sender CCTV. Die umstehenden Retter nahmen sie applaudierend in Empfang.

Die Männer gehörten zu einer Gruppe von mehr als 20 Arbeitern, die nach dem Einsturz der Mine am 25. Dezember unter Tage eingeschlossen worden waren. Elf Männer konnten am Tag danach gerettet werden, einer wurde getötet. 13 weitere gelten als vermisst. Erste Lebenszeichen hörten Retter dann am 30. Dezember. Am 8. Januar konnte ein Kontakt hergestellt werden. Essen, Kleidung und Lampen wurden in die Tiefe geschickt.

Wegen der komplizierten geologischen Bedingungen gestalteten sich die Rettungsarbeiten aber schwierig. Die Ursache für den Einsturz der Gipsmine wird derzeit noch untersucht. Nach dem Unglück hatte sich der Chef der Betreiberfirma das Leben genommen.

Bergwerksunglücke sind in China keine Seltenheit. Nach Regierungsangaben kamen bei Unglücken in chinesischen Kohlegruben allein im vergangenen Jahr 931 Menschen ums Leben. Daten zu Minenunglücken insgesamt liegen jedoch nicht vor. Während die Zahl der Opfer von derartigen Unglücken nach Behördenangaben sinkt, gehen einige Menschenrechtsgruppen von weit höheren Opferzahlen aus, über die aber nicht berichtet werde.

kry/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Gut, dass es auch mal gute Meldungen aus China gibt.
humptata 30.01.2016
Das chinesische Fernsehen hat übrigens damals, als man die vier lokalisiert hat, über deutsche Experten am Unglücksort berichtet - hat mich natürlich an Lengede erinnert, war dann aber nichts mehr drüber zu hören. Weiß da jemand was genaues?
2. Also doch: Rudi Wolf war vor Ort
humptata 30.01.2016
http://www.chinadaily.com.cn/china/2016-01/30/content_23321528.htm
3. Bauer Maschinen/Prakla
spon-facebook-10000176185 30.01.2016
Also auf Bohrstelle waren Dauerhaft 2 Deutsche, Rudi Wolf und Peter Eicher beide sind für Bauer/Prakla tätig. Die Bohrung wurde auch mit einer Speziell für Rettungsbohrungen Entwickelte RBT90 durchgeführt. Natürlich Made in Germany. Zur Hilfe wurden auch Pilling Rigs eingesetzt Marke BG38 und 26, auf Baustelle waren aber auch Maschinen von Schramm tätig.
4. Ich wollte hier keine Werbung machen...
humptata 02.02.2016
Zitat von spon-facebook-10000176185Also auf Bohrstelle waren Dauerhaft 2 Deutsche, Rudi Wolf und Peter Eicher beide sind für Bauer/Prakla tätig. Die Bohrung wurde auch mit einer Speziell für Rettungsbohrungen Entwickelte RBT90 durchgeführt. Natürlich Made in Germany. Zur Hilfe wurden auch Pilling Rigs eingesetzt Marke BG38 und 26, auf Baustelle waren aber auch Maschinen von Schramm tätig.
Herr Eicher hat mir die China Daily übrigens verschwiegen. Wie übrigens die ganze Aktion in der deutschen Presse kaum Erwähnung fand - SPON hat ja wenigstens eine Meldung gebracht, ansonsten hat diese Bergung nicht stattgefunden für unsere Journalisten. Dabei war diese Rettungsaktion, wenn ich als geologischer Nichtswisser das richtig verstanden habe, noch etwas komplizierter als die sensationelle Bergung seinerzeit in Lengede.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fläche: 9.572.900 km²

Bevölkerung: 1367,820 Mio.

Hauptstadt: Peking

Staatsoberhaupt: Xi Jinping

Regierungschef: Li Keqiang

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia| China-Reiseseite



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: