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Debatte zum Anschlag auf Karikaturisten "Wo bleibt der Aufschrei der Muslime?"

4. Teil: Toleranz versus religiöser Fanatismus - wie geht eine Gesellschaft damit um?

"Wann rufen die Intellektuellen Europas die muslimischen Einwanderer endlich öffentlich dazu auf, sich öffentlich von diesen Terroristen zu distanzieren? Spannend wäre nicht der Aufruf, spannend wäre, wie die Reaktion der Muslime darauf wäre. Würden Sie eine Menschenkette zustande bringen, wie anno 1983, als gegen die Pershings demonstriert wurde?"
"Wallenstein"

"Wenn man's genau nimmt, hätte der Angreifer von den Integrationsfeinden in Europa bezahlt sein können. Jedes friedliche Klima wird vergiftet durch solche Wahnsinnstaten. Ich hoffe auf einen Aufschrei der frommen Muslime in unserem Lande gegen das Attentat auf ein Gottesgeschöpf Mensch, das unter Berufung auf den Koran geschehen konnte. Wer wagt es, den Verbrecher, der sich 'Islamist' nennt, zu verteidigen? Jagen Sie, als fromme Leute, alle Hassprediger zum Teufel!"
"Rums"

"Es gibt kein Zurück! Daher empfehle ich Neugierde, Offenheit, Gastfreundschaft und Toleranz. Europa wird morgen ganz anders aussehen als heute. Das müssen wir - Christen und Muslime - gemeinsam und solidarisch gestalten!"
"Pazifist"

"Erstaunlich, wie weltfremd manche Kommentatoren (Pazifist) sich hier gerieren. Statt dankbar zu sein, in einem Kulturraum zu leben, in dem freie Meinungsäußerung erlaubt und erwünscht wird, möchten manche Menschen anscheinend dieses Recht zurückdrehen bzw. vor einer radikalen und menschenverachtenden Interpretation des Korans in die Knie gehen. Der Westen durchlief selbst Jahrhunderte der Ignoranz und Intoleranz, und erst in den letzten 60 Jahren haben wir es geschafft, diesen Zustand zu überwinden und friedlich zusammenzuleben - und dafür sollten wir dankbar sein. Wir müssen ALLE notwendigen Maßnahmen ergreifen, diese Werte zu verteidigen - auch wenn dies harte Maßnahmen gegen Feinde unserer Werte, unserer Verfassung und unseres Rechts auf freie Meinungsäußerung bedeutet. Nur eine wehrhafte Demokratie kann langfristig die Freiräume ihrer Bürger schützen (das beinhaltet auch die Freiräume der toleranten muslimischen Mitbürger, die sich hier aufhalten und unsere Werte teilen)."
"Webobserver"

"Ich vermisse den Aufschrei der islamischen Gemeinde, die für sich so oft in Anspruch nimmt, friedliebend zu sein. Wenn in Deutschland irgendwo auf dem Dorf eine Nazi-Demo stattfindet, sind in fünf Minuten dreimal so viele Gegendemonstranten auf der Straße. Sie wollen dem bösen Schein entgegenwirken, dass alle Deutschen Nazis seien.
Wo bleibt die massive öffentliche Verurteilung dieser Islamisten durch Muslime auf unseren Straßen? Wo bleibt der Aufschrei der Muslime gegen ihre fundamentalistischen Geiselnehmer? Wo bleibt der Protest, der diesen Extremisten zeigt, dass sie allein sind und nicht stellvertretend für die Masse der Muslime handeln? Wo bleiben Solidaritätsbekundungen für die Opfer der Islamisten?
Oder gibt es etwa doch mehr geheime Vorbehalte und insgeheim eine Solidarität mit diesen Fundamentalisten? Eine Loyalität zu Extremisten?
Ist der Islam als friedliche Religion nur ein Lippenbekenntnis, und drücken die Muslime den Islamisten klammheimich doch die Daumen?"
"Soziologiestudent"

"Klar doch. Wenn ein Verrückter einen dänischen Karikaturisten zu töten versucht, ist das Abendland bedroht. Wenn ein Verrückter eine ägyptische Muslimin vor den Augen der Polizei im Gerichtssaal tötet, ist dies nur ein bedauernswerter Einzelfall, nichts weiter. Gefährlich, wie hier ein unsinniger Kulturkampf herbeigeredet wird - aber al-Qaida freut sich bestimmt darüber."
"OlivierDjappa"

Direkte Antwort darauf: "Das ist in der Tat der Fall! Ich habe beispielsweise seit jenen dänischen Karikaturen keine neueren Karikaturen mehr gesehen, die sich mit den islam-fundamentalistischen Faschisten und Terroristen befassen. Und das empfinde ich durchaus als kulturellen Verlust.
Man verstehe mich bitte nicht falsch: Eine ebenso groteske Kapitulation vor dem fundamentalistischen Terror ist das schweizerische Minarettverbot. Das Ziel der Terroristen - nämlich den Beweis zu erbringen, dass ihre Werte stärker sind als unsere - ist damit vollständig erfüllt. Aus Angst vor ein klein wenig Terror haben wir unsere fundamentalen europäischen Werte preisgegeben.
Weitaus mehr als wir Europäer leiden ja die Muslime in aller Welt selbst unter dem islam-faschistischen Terror. Erst gestern wieder 95 Tote bei einem Terroranschlag in Pakistan, und so geht das fast jeden Tag. Warum denn richtet sich der Terror der Islam-Faschisten hauptsächlich gegen Muslime? Aus dem einfachen Grund, weil die Muslime in aller Welt nicht dem fundamentalistischen Islam anhängen."
"Cha Cha"

"Das Problem ist, dass die gemäßigten Muslime darin keinen Sinn erkennen, auf die Straße zu gehen, da die Gesellschaft in jeden Muslim zuerst einen potentiellen Terroristen sieht. Seien wir mal ehrlich: Unser Islam-Bild ist stark von den Medien geprägt, und diese zeigen den Islam der Taliban und anderer fanatischer Gruppen. Welche Zeitung oder Fernsehsender berichtet schon über friedliche Muslime? Die sind halt keine Story wert im Gegensatz zu den islamistischen Terroristen. Die Bad Guys landen immer auf der Titelseite. Dadurch bekommt man den Eindruck, dass jeder Muslim ein potentieller Terrorist ist.
Ich finde, jeder hat ein Recht auf Pressefreiheit, inklusive des dänischen Karikaturisten. Aber wenn man solche provozierenden Karikaturen zeichnet, muss man sich nicht über die Empörung der Muslime wundern. Kritik an den Karikaturen zählt nämlich auch zur Meinungsfreiheit, wobei natürlich Gewalt und Morddrohungen zu verdammen sind.
Interessant finde ich das Schlussstatement des Zeichners: "Der Zusammenstoß zwischen beiden Kulturen wäre auf jeden Fall gekommen. Unsere materiell überlegene westliche Welt wird ihn gewinnen." Das sagt doch ein wenig über seinen Charakter aus. Das klingt für mich ein wenig nach George Bush jr.
Den Zusammenstoß möchte ich nicht leugnen, ja den gibt es. Aber bei diesem Zusammenstoß der Kulturen kann und sollte keine Seite gewinnen. Der Konflikt sollte friedlich beigelegt werden, und beide Kulturen sollten bestenfalls in Toleranz zueinander leben. Dies ist noch ein weiter Weg."
"Everybodys Darling"

pat

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insgesamt 2395 Beiträge
berther 03.01.2010
Lesen sie die Treads und Posts in diesem Forum zu dem besagten Thema und Sie können sehen , woher der Hass kommt. Er ist unter den Menschen unseres Kulturkreises latent vorhanden und bricht sich hier aus relativ unwichtigen [...]
Lesen sie die Treads und Posts in diesem Forum zu dem besagten Thema und Sie können sehen , woher der Hass kommt. Er ist unter den Menschen unseres Kulturkreises latent vorhanden und bricht sich hier aus relativ unwichtigen Gründen Bahn. Man erkennt etwas was anders ist und verurteilt es , beschimpft es , und hasst es schließlich.Daß man die Reaktion der anderen Kultur selbst verursacht hat , interessiert ncht - man HAT das Recht dazu! Das europäsche Kolonialdenken ist noch immer vorhanden. Unsere Zivilisaton , unsere angeblich menschenfreundliche Religion sind nur ein dünner Farbanstrich über der Barbarei - und diese kommt hier wieder zum Vorschein. Mit EINEM Menschen kann man über so kontroverse Themen noch vernünftig diskutieren - sobald MEHRERE Menschen merken daß andere aus der Anonymität heraus das Selbe Ansicht vertreten wie sie kommt es zum Zusammenschluß einer Herde von blutrünstigen Raubtieren , die zu überspitzten Panikattacken neigt. Und hinterher will wieder keiner schuld gewesen sein - außer den Anderen. Ich wette , das was ich hier schrieb , will keiner glauben und keiner akzeptieren , aber so sind Menschen nun mal. Um es mit Shakespeare zu sagen : " Verstand , du flohst zum blöden Vieh , der Mensch ward unvernünftig !" ( Julius Caesar )
forumgehts? 03.01.2010
Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob es sich in solchen Fällen wirklich um Hass handelt. Vermutlich sind es Leute, die "todsicher" ins TV kommen wollen. Früher hätte man in Europa gewusst, was in solchen Fällen zu [...]
Zitat von sysopVier Jahre nach Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen wurde einer der Zeichner beinahe Opfer eines Anschlags, und wieder wird der Ruf nach härteren Reaktionen lauter. Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
Ich bin mir nicht einmal so sicher, ob es sich in solchen Fällen wirklich um Hass handelt. Vermutlich sind es Leute, die "todsicher" ins TV kommen wollen. Früher hätte man in Europa gewusst, was in solchen Fällen zu tun ist, aber Europa hat sich aufgegeben.
jasyd 03.01.2010
Ich glaube es nicht, nun sind diejenigen, die sich gegen eine "Kultur" des Massenmordes wehren, die blutrünstigen Raubtiere. Mehr Kommentar ist nicht nötig.
Zitat von bertherLesen sie die Treads und Posts in diesem Forum zu dem besagten Thema und Sie können sehen , woher der Hass kommt. ... Und hinterher will wieder keiner schuld gewesen sein - außer den Anderen. Ich wette , das was ich hier schrieb , will keiner glauben und keiner akzeptieren , aber so sind Menschen nun mal. Um es mit Shakespeare zu sagen : " Verstand , du flohst zum blöden Vieh , der Mensch ward unvernünftig !" ( Julius Caesar )
Ich glaube es nicht, nun sind diejenigen, die sich gegen eine "Kultur" des Massenmordes wehren, die blutrünstigen Raubtiere. Mehr Kommentar ist nicht nötig.
unente 03.01.2010
Wenn sich die "Härte" ausschließlich auf die Möglichkeit der Ausschöpfung, der im Rechtssystem vorgesehenen Strafmaße bezieht: die einzig mögliche Antwort. Diese Antwort darf sich aber auch nur gegen Täter und mögliche [...]
Zitat von sysop...Ist Härte die Antwort auf Hass - oder die Niederlage der Werte, die verteidigt werden sollen?
Wenn sich die "Härte" ausschließlich auf die Möglichkeit der Ausschöpfung, der im Rechtssystem vorgesehenen Strafmaße bezieht: die einzig mögliche Antwort. Diese Antwort darf sich aber auch nur gegen Täter und mögliche Drahtzieher richten und nicht allgemein gegen alle Mitglieder einer Glaubensrichtung - auch wenn die ebenfalls kritisch gegenüber bestimmten "Meinungsfreiheiten" eingestellt sind. Nur Gewalt darf nicht toleriert werden.
Toerpe Schweiz 03.01.2010
Und nun klären Sie uns über den Zusammenhang zwischen dem unter "den Menschen undeses Kulturkreises latent vorhandenen" Hasses und dem Angriff eines radikalen mulsimischen Somaliers auf den dänischen Karikaturisten [...]
Zitat von bertherLesen sie die Treads und Posts in diesem Forum zu dem besagten Thema und Sie können sehen , woher der Hass kommt. Er ist unter den Menschen unseres Kulturkreises latent vorhanden und bricht sich hier aus relativ unwichtigen Gründen Bahn.
Und nun klären Sie uns über den Zusammenhang zwischen dem unter "den Menschen undeses Kulturkreises latent vorhandenen" Hasses und dem Angriff eines radikalen mulsimischen Somaliers auf den dänischen Karikaturisten auf?
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Chronologie des Karikaturenstreits
Die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" veröffentlicht zwölf Karikaturen zum Islam. Einige von ihnen bringen die Religion und ihren Propheten mit dem modernen Terrorismus und mit Selbstmordanschlägen in Verbindung. So zeigt eine von Kurt Westergaard angefertigte Zeichnung Mohammed mit einer Bombe in Form eines Turbans auf dem Kopf. Die muslimische Welt reagiert empört sowohl auf die Verbindung ihrer Religion mit dem Terrorismus als auch auf die Verbildlichung Mohammeds, die für viele Muslime eine Beleidigung des Propheten darstellt.





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