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Der Papst und die Jugend "Es gibt keine Generation Benedikt"

Papst Benedikt XVI.: "Viele verstehen ihn oft einfach nicht"Zur Großansicht
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Papst Benedikt XVI.: "Viele verstehen ihn oft einfach nicht"

2. Teil: "Ich sehe nicht, dass es die großen Reformen geben wird"

SPIEGEL ONLINE: Hat der Papst einen Draht zu den Jugendlichen?

Tänzler: Er trifft viele Menschen, auch Jugendliche. Wir finden es gut, dass der Heilige Vater versucht, mit modernen Kommunikationsmitteln umzugehen. Dass er da mutig ist und zum Beispiel Facebook und YouTube nutzt.

SPIEGEL ONLINE: Aber antworten können Sie ihm da nicht.

Tänzler: Die Jugendlichen erwarten natürlich, dass die Kommunikation auch in die andere Richtung geht. Aber es ist anerkennenswert, dass eine 2000 Jahre alte Institution wie die Kirche relativ früh diese neuen Kommunikationsmittel ausprobiert. Es sind erste Versuche, da darf man noch nicht zu viel erwarten. Die gesellschaftliche Entwicklung ist so rasant wie noch nie, und ich glaube, das darf am Vatikan auch nicht vorbeigehen.

SPIEGEL ONLINE: Welche Rolle spielt der Papst für Jugendliche in Deutschland?

Tänzler: Jugendliche suchen vor allem im nahen Umfeld Vorbilder. Grundsätzlich käme natürlich auch der Heilige Vater in Frage. Aber ich weiß, dass sich nicht alle katholischen Jugendlichen den Papst zum Vorbild genommen haben.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Tänzler: Die meisten haben einen deutlich anderen Lebensentwurf als ihn der Papst sich vorstellt. Es gibt keine Generation Benedikt.

SPIEGEL ONLINE: Rechnen Sie überhaupt noch mit großen Reformen unter Papst Benedikt?

Tänzler: Ich sehe nicht, dass es die großen Reformen geben wird. Aber ihm liegt zum Beispiel die Einheit der Kirche am Herzen. Er scheint unter deren Spaltung wirklich zu leiden. Ich glaube, dass er da leise kleine Akzente setzt, die uns zu einer Einheit etwa mit der Ostkirche führen wird.

SPIEGEL ONLINE: Was würden Sie sich vom Papst bei einem persönlichen Treffen wünschen?

Tänzler: Ich würde mit ihm über die stärkere Einbindung von Laien und Demokratie in der Kirche sprechen. Ihm überzeugt darlegen, dass es in der Kirche neben einem hierarchischen auch ein synodales System braucht. Damit sie zukunftsfähig und glaubwürdig werden und bleiben kann.

SPIEGEL ONLINE: Wünschen Sie sich manchmal einen Medienpapst zurück?

Tänzler: Ich persönlich mag die Art, wie Benedikt auftritt. Ich glaube, dass es aber für viele Jugendliche attraktiver ist, wenn da jemand ist, mit dem sie feiern können.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie einen Wunschpapst?

Tänzler: Vielleicht wäre es mal gut, es käme ein Papst, der in einem Armenviertel in Südamerika oder einer anderen Armutsregion gearbeitet hat. Der hätte einen ganz anderen Blickwinkel auf die Welt, als jemand, der schon jahrelang auf einem Bischofsstuhl gesessen hat.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie in den vergangenen Wochen mal an einen Kirchenaustritt gedacht?

Tänzler: Ich habe nie mit dem Gedanken gespielt, weil ich überzeugt bin, dass Kirche und Glaube für die Gesellschaft gut sind. Und weil man die Kirche auch verändern und weiterentwickeln muss, und das kann man nur von innen.

Das Interview führte Maria Marquart

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insgesamt 58 Beiträge
quengelbengel 06.04.2010
wieder mal hohles absurfen der mode seitens des spon - kaum jemand überhaupt versteht den papst. johannes paul war eine gallionsfigur der befreiung für den ostblock - dies übertrug sich durch seine neuartige präsenz in den [...]
wieder mal hohles absurfen der mode seitens des spon - kaum jemand überhaupt versteht den papst. johannes paul war eine gallionsfigur der befreiung für den ostblock - dies übertrug sich durch seine neuartige präsenz in den medien bis in alle teile der welt - mehr nicht. benedikt ist theologe, und wer glaubt, er könne theologie nur verstehen, wenn die botschaften gefällig und simpel sind, der macht es sich zu einfach: die kernbotschaften des christentums werden in theorie und praxis gerne belächelt, genau weil sie so einfach sind. den spirituellen und theologischen unterbau zu verstehen erfordert halt mehr als 15 jahre lebenserfahrung und die begeisterung für irgendeinen superstar: die katholische kirche ist ja kein fan-club. pfeiffen sie endlich ihre a-theistischen falken aus der redaktion zurück, oder ich bestelle den spiegel ab und abonniere den rheinischen...
Haio Forler 06.04.2010
Benedikt hats mit 80 noch nicht verstanden, sonst könnte er es ja mitteilen. Das kritisiert ja nicht nur der Spiegel, sondern auch die anderen a-theistischen Katholiken in der BRD.
Zitat von quengelbengelden spirituellen und theologischen unterbau zu verstehen erfordert halt mehr als 15 jahre lebenserfahrung
Benedikt hats mit 80 noch nicht verstanden, sonst könnte er es ja mitteilen. Das kritisiert ja nicht nur der Spiegel, sondern auch die anderen a-theistischen Katholiken in der BRD.
Arthi 06.04.2010
Der Anblick dieser senilen Altherrenregie von Papst und Bschöfenreicht sagt doch schon alles. Ausserdem fallen immer weniger Jugendliche auf diese Sekte und ihre märchen herein.
Zitat von sysopDer Papst nutzt Facebook und Twitter - doch trotzdem findet der Deutsche keinen Draht zu Jugendlichen. "Viele verstehen ihn einfach nicht", sagt Dirk Tänzler im SPIEGEL-ONLINE-Interview. Reformen werde es unter Benedikt XVI. nicht geben, so der Chef der Katholischen Jugend. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,686567,00.html
Der Anblick dieser senilen Altherrenregie von Papst und Bschöfenreicht sagt doch schon alles. Ausserdem fallen immer weniger Jugendliche auf diese Sekte und ihre märchen herein.
jubelbube 06.04.2010
Und ich bestelle den Spiegel ab, wenn die "a-theistischen Falken" durch "theistische Taube/n" ersetzt werden ... ;)
Zitat von quengelbengel... pfeiffen sie endlich ihre a-theistischen falken aus der redaktion zurück, oder ich bestelle den spiegel ab und abonniere den rheinischen...
Und ich bestelle den Spiegel ab, wenn die "a-theistischen Falken" durch "theistische Taube/n" ersetzt werden ... ;)
Bernd Kuck 06.04.2010
Mein Tipp : Steigen Sie auf Grimms Märchen um.
Zitat von quengelbengelwieder mal hohles absurfen der mode seitens des spon - kaum jemand überhaupt versteht den papst. johannes paul war eine gallionsfigur der befreiung für den ostblock - dies übertrug sich durch seine neuartige präsenz in den medien ......
Mein Tipp : Steigen Sie auf Grimms Märchen um.
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Zur Person
BDKJ / Udo Geisler
Dirk Tänzler ist seit 2006 Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Dieser vereint als Dachverband 15 katholische Kinder- und Jugendverbände mit bundesweit rund 650.000 Mitgliedern. Tänzler wurde 1969 in Duisburg geboren und studierte Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften. Im BDKJ-Bundesvorstand kümmert er sich unter anderem auch um die Kirchenpolitik.
Der Papst und die Piusbruderschaft
Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und des Staates Vatikanstadt . Als Völkerrechtssubjekt wird das Kirchenoberhaupt Heiliger Stuhl genannt. Zur Leitung und Verwaltung der Kirche sind dem Papst verschiedene kirchliche Behörden unterstellt, die zusammen die römische Kurie bilden.
Der Papst wird im Konklave , einer Versammlung von Kardinälen , auf Lebenszeit gewählt – als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden.
Amtssitz des Papstes ist der Vatikan. Seit 1871 residiert er im Apostolischen Palast neben dem Petersdom .





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