Menschen und ihre Haustiere Es ist Liebe

Diana Bagnoli ist Fotografin und hat Menschen getroffen, die eine besonders innige Beziehung zu ihren Haustieren haben. Würden Sie Ihre Alpakas auch ins Wohnzimmer lassen?

Diana Bagnoli/ LUZ/ fotogloria

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Eine Frau lässt ihre Kaninchen zu sich ins Bett hüpfen, eine andere kuschelt mit ihrer Gans, ein Mann und seine Schlange sind unzertrennlich. "Ich will diese besondere Beziehung erforschen, die manche Menschen zu ihren Tieren aufbauen", sagt Fotografin Diana Bagnoli.

Die Italienerin wuchs mit vielen Tieren auf, seit über 20 Jahren ist sie Vegetarierin, ihre langhaarige Katze nennt sie "eine besondere Freundin". Was als persönliche Zuneigung begann, hat sich zu einer fotografischen Serie entwickelt: Seit 2015 fotografiert Bagnoli andere Tierliebhaber. Dabei zeigt sie auch ungewöhnliche Haustiere: Alpakas, Lämmer oder Schlangen.

Geeignete Motive findet die Fotografin über soziale Netzwerke und persönliche Kontakte. Sie besucht Tierheime, trifft Tierliebhaber und Aktivisten. Ein Mann rettete mitten in der Nacht ein Lamm aus einer Fabrik, eine Frau nimmt misshandelte Tiere bei sich auf. "Jede Beziehung zwischen Mensch und Tier hat ihre eigene Geschichte", sagt Bagnoli.

Durch ihr Fotoprojekt "Animal's Lover" erfuhr sie, dass Schweine ziemlich laut quieken, wenn sie verhätschelt werden, und dass Alpakas treue Begleiter sind. Vor allem merkte sie, dass die Tiere die Zuneigung und Kameradschaft der Menschen suchen - aber auch umgekehrt.

Fotostrecke

8  Bilder
Gänse, Hasen und Alpakas: Tierisch gute Freunde

Bagnoli fotografiert Tier und Besitzer im menschlichen Lebensraum, in Wohnungen und Häusern, um die Nähe zwischen ihnen zu verdeutlichen. Alle Porträtierten besuchte die Turinerin einige Male, bevor sie anfing zu fotografieren. Dabei legte sie Wert auf eine artgerechte Haltung: "Wichtig ist für mich, dass alle Tiere ein sehr glückliches Leben führen und in offenen Räumen leben."

Die Beziehung zwischen Menschen und Tieren beeindruckte Bagnoli sehr: "Es überrascht mich immer wieder zu sehen, wie viel Gefühl und Intimität da sein kann, und wie viele sich wirklich gut um ihre Tiere kümmern."

Dass Menschen lernen, Tiere anders wahrzunehmen, ist eines der Ziele von Bagnoli. Auch deshalb wendet sie sich in ihrer neuesten Serie eher unbeliebten Lebewesen zu: den Insekten.

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