Paris Saurierskelette für jeweils mehr als 1,4 Millionen Euro versteigert

Ausländische Privatbieter haben im französischen Auktionshaus Drouot eine Millionensumme für die Überreste von Dinosauriern gezahlt. Im Vorfeld gab es Kritik: Die Relikte würden zu Luxusgüter verkommen.

Die versteigerten Dinosaurier-Skelette eines Diplodocus (l.) und eines Allosaurus
Getty Images

Die versteigerten Dinosaurier-Skelette eines Diplodocus (l.) und eines Allosaurus


In Paris sind zwei Dinosaurier-Skelette für jeweils mehr als 1,4 Millionen Euro versteigert worden. Die Überreste eines Diplodocus und eines Allosaurus seien am Mittwoch von einem ausländischen Privatbieter erworben worden, teilte das Auktionshaus Drouot mit.

Das zwölf Meter lange Skelett des Pflanzenfressers Diplodocus mit seinem charakteristischen langen Hals und Schwanz war zuvor auf 450.000 bis 500.000 Euro geschätzt worden. Das nur knapp vier Meter lange Knochengerüst des fleischfressenden Allosaurus war auf bis zu 650.000 Euro taxiert worden.

Neben vermögenden Europäern und Amerikanern zielen die Auktionshäuser mit naturkundlichen Objekten inzwischen vor allem auf Kunden aus China ab. Sie seien für ihre Museen oder privaten Sammlungen auf der Suche nach außergewöhnlichen Stücken, sagte Iacopo Briano vom Auktionshaus Binoche et Giquello, das die Saurier zusammen mit einer Reihe von Fossilien veräußerte.

Im Vorfeld hatte es auch Kritik an der Versteigerung der mehr als 145 Millionen Jahre alten Tier-Überreste gegeben. "Das sind völlig absurde Preise", sagte der Paläontologen Ronan Allain vom Naturkundemuseum in Paris. "Es geht nur noch um Luxus und nicht um normale Leute", klagt der Forscher, der mehrere Bücher zu Dinosauriern veröffentlicht hat.

cop/AFP



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