"Time"-Liste wichtiger Personen Hundertmal einflussreich

Das "Time"-Magazin hat die "100 einflussreichsten Menschen" der Welt gekürt. Dazu schreiben Prominente, wie sie über die Ausgewählten denken: Barack Obama wird erstmals seit Ende seiner Amtszeit hochpolitisch.

Emmanuel Macron, Schüler der Marjory Stoneman Douglas Hogh School, Nicole Kidman, Greta Garwig
AFP/ AFP/ AFP/ AP

Emmanuel Macron, Schüler der Marjory Stoneman Douglas Hogh School, Nicole Kidman, Greta Garwig


Wer bestimmt die Geschicke der Welt? Wer ist Millionen Menschen ein Vorbild? Wer wird geliebt, gehasst, gefürchtet? Die US-Zeitschrift "Time" versucht jedes Jahr, diese Fragen mit einer Liste der "100 einflussreichsten Personen" zu beantworten.

Nun gibt es die neueste Ausgabe. Die Präsenz einiger Personen auf der Liste überrascht kaum. Donald Trump etwa, Chinas Staatschef Xi Jinping, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron oder Nordkoreas Diktator Kim Jong Un.

Es geht, schreibt die Zeitschrift, nicht nur um Macht oder um Lebensleistung. Sondern um Einfluss - die Fähigkeit, im Leben anderer Spuren zu hinterlassen. Da verwundert es, dass Wladimir Putin, Indiens Premierminister Narendra Modi oder Angela Merkel (2016 noch vertreten) nicht auf der Liste sind. Und auch der Einfluss von Syriens Machthaber Baschar al-Assad dürfte für Hunderttausende Menschen auf grausame Weise deutlich zu spüren gewesen sein.

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Auf der anderen Seite ist es schwer vorstellbar, dass es Personen wie "Fox News"-Moderator Sean Hannity oder Footballspieler J. J. Watt auf die Liste geschafft hätten, wenn "Time" keine US-Zeitschrift wäre. Hannity ist einer der wichtigsten konservativen Meinungsmacher in den USA - aber beileibe nicht der einzige. Watt sammelte in Houston zwar 37 Millionen Dollar, um von Hurrikan "Harvey" Betroffenen zu helfen. Macht diese Bilanz die beiden wirklich zu zwei der einflussreichsten hundert Menschen auf dem Planeten?

So weiblich und jung wie nie

Die Liste ist in mehrere Kategorien unterteilt: "Pioniere" (etwa "Daily Show"-Moderator Trevor Noah), "Künstler" (Nicole Kidman), "Anführer" (Trump, Prinz Harry, Meghan Markle), "Ikonen" (Rihanna) und "Titanen" (Roger Federer).

Laut "Time" ist die Auswahl in vielerlei Hinsicht so vielfältig wie noch nie. Einfluss sei nicht mehr in einem bestimmten Postleitzahlgebiet oder einer bestimmten Altersklasse konzentriert, schreibt die Zeitschrift. 45 Personen seien jünger als 40 Jahre alt, unter anderem die 14-jährige Schauspielerin Millie Bobby Brown. Und mit 45 Frauen seien so viele auf der Liste vertreten wie noch nie.

Eine Besonderheit der Liste ist, dass der Einfluss aller Personen in einem kurzen Text beschrieben wird, den oft wiederum ein anderer Prominenter verfasst hat. Tatsächlich wären die Laudatoren zusammengenommen selbst eine beeindruckende Gruppe einflussreicher Personen.

Barack Obama würdigt die Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Adele schreibt über Rihanna, Anne Hathaway über Hugh Jackman, Kerry Washington über Jennifer Lopez, Naomi Watts über Nicole Kidman, Lupita Nyong'o über Trevor Noah, Bill Gates über Roger Federer, Steven Spielberg über Greta Gerwig und Ashley Judd über die Reporter, die den Weinstein-Skandal aufdeckten.

Und es gibt Personen, die als Laudator und Geehrte gleichermaßen auftauchen: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern, jüngste weibliche Regierungschefin der Welt. Sie verfasste die Lobhudelei auf Kanadas Premierminister Justin Trudeau - und wurde selbst von Facebook-Managerin Sheryl Sandberg gewürdigt.

Was sagen prominente Laudatoren über die Personen auf der Liste? Eine Auswahl der Würdigungen finden Sie hier.

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