USA Trump will Brandopfer in Kalifornien besuchen

Nach den Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Toten auf 74 gestiegen, mehr als tausend Menschen werden noch vermisst. Nun will US-Präsident Trump Betroffene der Katastrophe treffen.


Im Ort Paradise brannten 9700 Häuser nieder, die kalifornische Kleinstadt wurde fast völlig zerstört: In Kalifornien haben zwei große Brände seit der vergangenen Woche gigantische Schäden angerichtet.

Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Im zerstörten Gebiet im Norden des Bundesstaates sind am Freitag weitere acht Leichen in abgebrannten Häusern gefunden worden. Insgesamt stieg die Zahl der Todesopfer auf 74.

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Waldbrände in den USA: Überlebende verbringen die Nächte in Zelten

In den Häuserruinen setzten Suchteams mit Spürhunden die Suche nach sterblichen Überresten fort. Viele der geborgenen Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. 58 Opfer seien bisher identifiziert worden.

Der Sheriff von Butte County, Kory Honea, sagte zudem, dass die Zahl der Vermissten nach neuesten Zählungen weiter drastisch von bisher 631 auf nunmehr 1011 angewachsen sei. Er betonte aber, dies sei eine vorläufige Aufstellung von Vermisstenmeldungen mit möglichen Dopplungen.

Gut eine Woche nach dem Ausbruch der verheerenden Waldbrände will US-Präsident Donald Trump am Samstag in den Westküstenstaat reisen. Nach Angaben des Weißen Hauses will er Betroffene der Katastrophe treffen. Einzelheiten des Besuchs waren zunächst nicht bekannt. Trump hatte per Twitter die schlechte Forstverwaltung für die Brände verantwortlich gemacht. Wissenschaftler führen die Feuer dagegen auf die anhaltende Dürre infolge des Klimawandels zurück.

Drohnenvideo zeigt die Zerstörung:

Kamera One

Die Feuerwehrleute machen indes weiter Fortschritte beim Löschen der Brände. Die Flammen im Raum Paradise sind zur Hälfte eingedämmt. Für kommende Woche sagt der Wetterdienst die ersten Regenfälle seit Monaten voraus.

In der als Heimat vieler Filmstars bekannten Stadt Malibu am Westrand von Los Angeles verloren etliche Prominente ihre Häuser, unter ihnen Entertainer Thomas Gottschalk. Bei der Bambi-Verleihung am Freitagabend in Berlin erzählte er davon. "Es ist heftig, ich hatte eine Original-Handschrift von Rilke da in der Halle hängen. Dass die weg ist, das geht mir einfach nicht in den Kopf", sagte er. Als die Villa abbrannte, wurden auch seine Bambis zerstört. Dafür gab es Trost für Gottschalk: Aus den Händen von Hollywoodstar Liv Tyler bekam er einen neuen Bambi als Sonderpreis aus Mitleid.

Die Folgen der Katastrophe sind in weiten Teilen Kaliforniens spürbar. Die Behörden warnten vielerorts vor gefährlicher Rauchbelastung und schlechter Luftqualität. Im Raum San Francisco, etwa 250 Kilometer südlich von Paradise, blieben Schulen und andere Einrichtungen am Freitag geschlossen. Viele Menschen auf den Straßen trugen Schutzmasken. Vor allem älteren Personen, Kranken und Kindern wurde geraten, in ihren Häusern zu bleiben.

kha/dpa/Reuters

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