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Dresdener Krankenhaus: Aggressive Keime in Unfallchirurgie entdeckt

Im städtischen Krankenhaus Dresden-Neustadt sind multiresistente Keime aufgetaucht. Sechs Patienten sind infiziert. Die Bakterien machen laut Klinik nicht krank, dennoch wurde ein Aufnahmestopp für die unfallchirurgische Station verhängt.

Dresden - Bei sechs Patienten des Städtischen Krankenhaus Dresden-Neustadt sind aggressive Keime aufgetaucht. Nach dem Nachweis des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stamm kurz MRSA wurde für die unfallchirurgische Station ein Aufnahmestopp verhängt, sagte der ärztliche Direktor des Krankenhauses, Tobias Lohmann. Betroffene seien nun in Einzelzimmern untergebracht. Mit Blick auf ihren Gesundheitszustand gibt der Hygiene-Leiter Michael Wendt Entwarnung: "Es geht keinem der Patienten schlechter als vorher."

"Wir vermuten, dass einer der Patienten MRSA durch eine lange Antibiotika-Behandlung selbst entwickelt hat", sagte Wendt. Jedoch könnten auch Besucher das Bakterium übertragen haben. Seit Sonntag seien keine weiteren Infektionen hinzugekommen, das Krankenhaus habe den Erreger "früh abgefangen", sagte Lohmann.

"Das Bakterium ist erstmal nicht krankmachend", sagte der Leiter der Infektionsabteilung, Dieter Teichmann. Mit Keimen der Staphylococcus aureus-Stamms seien 20 Prozent der Deutschen ständig besiedelt. Beispielsweise bei Diabetes oder bei erhöhtem Alkoholkonsum könne der multiresistente MRSA jedoch Fieber oder Hautinfektionen hervorrufen.

Um die Quelle des Erregers schnell zu finden, habe das Krankenhaus das gesamte Personal der Station überprüft, sagte Wendt. Die Ergebnisse würden in den kommenden Tagen erwartet.

lgr/dapd

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insgesamt 6 Beiträge
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1. optional
Kurti23 19.09.2012
Ist so eine "Nachricht" wirklich nötig? Ist doch etwas reißerisch für Spiegel-Online oder nicht? Es gibt wahrscheinlich in jedem Krankenhaus in Deutschland ORSA oder MRSA-Fälle und sie treten z.T. auch gehäuft auf. Dies lässt sich leider nur schwer verhindern. Gehen sie doch einmal in ein KH und fragen wieviel aktuelle ORSA-Fälle es gibt. Wahrscheinlich immer mehr als 10.
2.
Darjaan 19.09.2012
warum sind diese Patienen auf Einzelzimmern wenn diese Keime nicht krank machen? wer verkauft jetzt wen wieder für blöd, wer übertreibt, wer untertreibt?
3. Erstaunlich...
vhn 20.09.2012
... gibt das jetzt jedes Mal eine SPON-Meldung, wenn in einem Krankenhaus multiresistente Keime entdeckt werden?
4.
ornis 20.09.2012
Das muss ich jetzt nicht verstehen. Wir haben in deutschen Krankenhäusern jährlich ca 50.000 MRSA-Infektionen. Wenn nun in Dresden wegen 6 Fällen so ein Bohei gemacht wird mit Reihenuntersuchung des Personals und Aufnahmestop für die Abteilung, dann steckt da sicher noch etwas anderes dahinter, was der SPON-Redaktion entgangen ist.
5. Keine Katastrophe
vhn 20.09.2012
Zitat von ornisDas muss ich jetzt nicht verstehen. Wir haben in deutschen Krankenhäusern jährlich ca 50.000 MRSA-Infektionen. Wenn nun in Dresden wegen 6 Fällen so ein Bohei gemacht wird mit Reihenuntersuchung des Personals und Aufnahmestop für die Abteilung, dann steckt da sicher noch etwas anderes dahinter, was der SPON-Redaktion entgangen ist.
Aus sicherer Quelle weiß ich, dass man von Seiten der Klinikleitung gebeten hat, die Meldung nicht medial aufzubauschen. Das Gegenteil ist eingetreten ohne Not. Auch dank SPON. Es gibt 6 MRSA-Fälle. die man sehr ernst nimmt. Nichts weiter.
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