Es ward Tag 14 im Camp und die einzig entscheidende Frage lautet: Wo bekommt Brigitte Nielsen im Dschungel ihre Drogen her? Leckt sie an Krötenrücken? Isst sie Baumrinde? Pflückt sie hinterm Kamerarücken Tollkirschen?
Vincent Raven hat "spirituellen Stress" und einen irdischen Schatten. Micaela steht weiterhin im Bild wie ein Baum, dem man einen Tanga angezogen hat. Rocco und Schminke-Kim busseln in der Badewanne um ein Stück Seife, aber das Techtelmechtel erinnert immer nur an nichtvorhandenen Teenie-Sex à la Twillight. Oder an eine sehr, sehr schlechte Folge von "Eis am Stiel". Ach, all diese kleinen Lichter - alle nur Bodenvolk im Vergleich zur Gabba-Gitti im Neon-Badeanzug.
Sie verwandelt den Dschungel in eine einzige Technoparty. Sie hat sich selbst Dr. Bob schön-geraved ("Er ist eine attraktive Mann!"). Millionenpublikum. Den Dickbauch von Dirk Bach. Regen. Kakerlaken. Micaelas-Brust-Bommel. Alles egal, alles halb so schlimm. Nichts kann Nielsen aus dem Sunshine-Rhythmus bringen. Und mit etwas Phantasie sehen selbst Kakerlaken wie bunte Pillen aus. Gude Laune, Alda! Techno, Techno, Techno.
"I feel gooooooooood!", schreit Nielsen vor der Dschungelprüfung und man möchte ihr direkt einen Werbevertrag anbieten. Nielsen könnte ab Samstag, wenn das Dschungelcamp vorbei sein wird, alles verkaufen: LSD, Probiotischen Joghurt, Inkontinenzeinlagen, Anti-Schuppen-Shampoo, Handsägen.
Aus einem präparierten Flugzeugwrack soll sie in der Prüfung "Bruchlandung" Sterne sammeln. Unerschrocken fummelt sie in Löchern, opfert Fingernägel dem Allgemeinwohl und suhlt ihren alterslosen Avatar-Körper in Krabbelviechern, glücklich wie eine junge Sau. Sie kreischt, sie jauchzt.
"Yeaaaah!"
"Ich liebe diese Spiel!"
"Whoooooooooooooooooooow!"
Welche Substanzen auch immer diesen Avatar steuern, sicher ist: Brigitte Nielsen ist die einzig wahre Dschungelkönigin. Vincent Raven muss das Camp verlassen, wen kümmert es? Der einzige Stern im australischen Busch ist Brigitte Nielsen. Von weit her leuchtet ihr blondiertes Haar wie eine Leuchtboje auf offener See. Solange es Brigitte gibt, gibt es noch Hoffnung. Auf wasauchimmer.
Ekelfaktor: Vincents Zungenspitze. Ständig flutscht das lose Organ in den externen Bereich.
Erotikfaktor: Ailton's Orgasmus beim Big-Mäc-Essen. "Ohhh-ahhh! Das ist geil. Ohhh-ahhh! Das ist beste Orgasmus heute! Ohhh-Ahhh! Das ist besser als Sex mit Topmodel!" Merke: Stöhnen ist eine internationale Sprache.
Entertainmentfaktor: "Kim, Platz!", ordert Vincent Raven dem Camp-Küken an und wirft damit die Emanzipation der Frau um etwa 400 Jahre zurück. Warum spricht der Magier mit Frauen wie in der Hundeschule? Warum spricht er überhaupt? "Fass, Kim!"
Dschungelweisheit des Tages: "Raus aus diese Scheiß-Hole!" (Brigitte Nielsen nach der Dschungelprüfung!) Nie hat jemand den Gedanken der Aufklärung schöner formuliert. Höchstens Kant.
Die Dschungelkönige unserer Autoren:
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