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Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Serbischer Prinz will Schloss einklagen

Die Karadjordjevic-Familie hadert immer noch mit der Enteignung ihres Königssitzes in der Nähe von Belgrad durch die Kommunisten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte soll den Streitfall jetzt klären.

Prinz Aleksandar Karadjordjevic: Hoher Besuch Zur Großansicht
AP

Prinz Aleksandar Karadjordjevic: Hoher Besuch

Weil sich der serbische Staat weigert, das Weiße Schloss in Belgrad an die einstige Herrscherfamilie Karadjordjevic zurückzugeben, will Prinz Aleksandar vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) ziehen. Das kündigte der Sohn des letzten serbisch-jugoslawischen Königs Peter II. am Samstag in der Zeitung "Novosti" an.

Die Justiz in Serbien müsse "Gehör für Demokratie und Menschenrechte" zeigen und das 135 Hektar große Areal im grünen Belgrader Stadtteil Dedinje seiner Familie zurückgeben, verlangte der Prinz. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Kommunisten den Königsbesitz enteignet.

Der Staat kümmere sich überhaupt nicht um den Besitz seiner Vorfahren, sagte Aleksandar weiter: "Seit Jahren gibt es weder Wasser noch Heizung und auch mit dem Strom gibt es Schwierigkeiten. (...) Wenn sich da nichts ändert, wird das Schloss in ein paar Jahren völlig verfallen."

In der kommenden Woche erhält Aleksandar in seiner angeschlagenen Residenz, die er nur auf Zeit nutzen darf, hohen Besuch. Der britische Thronfolger Charles und seine Frau Camilla reisen nach Serbien und werden auch einen Abstecher ins Weiße Schloss machen.

mik/dpa

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