Ehe-Statistik Zahl der Scheidungen sinkt auf 25-Jahres-Tief

Seit 1992 gab es nicht mehr so wenige Scheidungen wie im vergangenen Jahr. Klar ist laut Statistik auch, wann genau die meisten Ehen scheitern.

Paar in Cuxhaven (Archivbild)
DPA

Paar in Cuxhaven (Archivbild)


Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2017 durch richterlichen Beschluss insgesamt 153.500 Ehen geschieden.

Das war ein Rückgang um 9000 Scheidungen beziehungsweise um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Niedriger als im Jahr 2017 war die Zahl der Scheidungen zuletzt im Jahr 1992. Damals ließen sich 135.000 Paare scheiden - im Jahr 2013 waren es fast 214.000.

Besonders häufig endeten die Ehen im "verflixten siebten Jahr", also nach mehr als sechs Jahren: Knapp 8000 der Scheidungen gab es der Statistik zufolge für Ehen, die 2011 geschlossen wurden. Paare, die nach 25 Jahren und mehr getrennte Wege gehen, machten einen Gesamtanteil von 17,5 Prozent aus.

Im Durchschnitt liegen 15 Jahre Ehe hinter den geschiedenen Paaren. Bei den Scheidungsanträgen gab es eine leichte Mehrheit aufseiten der Ehefrauen: In 51,5 Prozent der Fälle waren sie es, die die Scheidung einreichten.

Im Video: Auslaufmodell Ehe


Anmerkung: Im Vorspann einer früheren Version dieses Textes hieß es, die meisten Ehen scheiterten nicht im siebten Jahr. Tatsächlich erfolgen die meisten Scheidungen nach mehr als sechs Jahren.

mxw/dpa



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