Eifel-Zoo in Lünebach Raubkatzen sollen Gehege gar nicht verlassen haben

Die Aufregung war groß: Tiger, Löwen und ein Jaguar seien aus dem Eifel-Zoo ausgebrochen, hieß es von der Kreisverwaltung. Nun wurde klar: Außer einem Bären haben die Tiere ihr Gehege wohl gar nicht verlassen.


Die in einem Zoo in der Eifel vermissten Raubtiere sind entgegen ersten Informationen der Behörden bis auf einen Bären wohl doch nicht aus ihren Gehegen entkommen. Das sei wegen der Überschwemmungen zunächst nicht erkennbar gewesen, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert.

Der Bär sei auf einem Weg im Zoo erschossen worden. Der Sprecher der Kreisverwaltung sagte, es werde nun geprüft, die Tiere vorläufig in andere Tierparks zu verlegen. Dies sei womöglich nötig, weil durch das Unwetter die Statik der Gehege beschädigt worden sein könnte. Die Lage sei noch unübersichtlich.

Per Drohne aufgespürt

Die zwei Löwen, zwei Tiger und der Jaguar hätten sich in ihren Gehegen versteckt, sagte ein Sprecher der Einsatzleitung der Kreisverwaltung in Bitburg. Sie seien mit einer Drohne aufgespürt worden. Der Eifel-Zoo war durch ein schweres Unwetter getroffen worden, Gehege wurden unterspült.

Zuvor hatte die Kreisverwaltung berichtet, die Raubkatzen und ein Bär seien aus dem Zoo in Lünebach ausgerissen. Kurze Zeit später hieß es, die Tiere seien mit Ausnahme des Bären eingefangen worden und zurück "in ihrem Gehege". Nach den Tieren wurde in einem Großeinsatz gesucht. Die Polizei hatte die Bevölkerung aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben - und gesichtete Tiere zu melden.

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Vermisste Tiere: Aufregung im Eifel-Zoo

Der Eifel-Zoo in Lünebach liegt im Westen von Rheinland-Pfalz, etwa 50 Kilometer Luftlinie nördlich von Trier entfernt. Der 1972 eröffnete Zoo ist ein privater Betrieb und befindet sich in Familienhand.

apr/dpa/AFP



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