Starkregen in Großbritannien: Frau stirbt bei Überflutungen in Wales

Nach den heftigen Regenfällen haben die Überschwemmungen in Großbritannien ein viertes Todesopfer gefordert. Eine Senioren starb in ihrer Wohnung. Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht in Sicht - es wird sogar mit Überschwemmungen weiterer Gebiete gerechnet.

Retter in den überfluteten Straßen von St. Asaph, Wales: Eine Frau starb in ihrer Wohnung Zur Großansicht
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Retter in den überfluteten Straßen von St. Asaph, Wales: Eine Frau starb in ihrer Wohnung

London - Nach schweren Unwettern in Wales ist am Dienstag die Leiche einer Seniorin aus ihrer überfluteten Wohnung in der Stadt St. Asaph geborgen worden. Rettungskräfte fanden sie, als sie die Wohnung unter die Lupe nehmen wollten.

Hunderten Menschen in der Stadt wurde zuvor dringend geraten, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Umweltbehörde rief die Bewohner von 500 Häusern in der Stadt St. Asaph auf, sich in Sicherheit zu bringen, nachdem der Fluss Elwy über die Ufer getreten war. Am Vorabend war in der Stadt ein 92-jähriger Mann gerettet worden, der in seinem überfluteten Haus festsaß.

Das Wasser ist nach Medienberichten in 100 Häuser gedrungen - teilweise steht es bis knapp einen Meter hoch. Anwohner mussten mit Booten in Sicherheit gebracht werden. Die Behörden gehen von weiteren Überschwemmungen in den nächsten Tagen aus. Die Frau ist das vierte Opfer der jüngsten Unwetter in Großbritannien.

Seit Mittwoch vergangener Woche gibt es dort heftige Regenfälle mit Überschwemmungen. Die Umweltbehörde erklärte, sie rechne bis Donnerstag trotz nachlassenden Regens mit weiteren Überschwemmungen. Betroffen seien vor allem Nordwales, Nordostengland sowie Teile Zentralenglands.

Wegen des andauernden Regens war der Boden so aufgeweicht, dass er neuen Niederschlag nicht mehr aufnehmen konnte. In den kommenden 48 Stunden könnten nach Behördenangaben die Flüsse Trent und Severn sowie die Themse einen gefährlichen Pegelstand erreichen, der die anliegenden Häuser bedroht.

Premierminister David Cameron machte sich in Südwestengland ein Bild von der Lage. "Wir müssen sichergehen, dass die Versicherung für die Betroffenen zahlt, dass der Staat gute Schutzzonen baut und die Warnsysteme verbessert werden", betonte er. Seine Regierung hatte Kürzungen bei der Flutprävention durchgesetzt.

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Starkregen: Land unter in England

mia/dpa/afp

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