Eineiige Vierlinge in Leipzig: Laura, Sophie, Jasmin und Kim dürfen nach Hause

Ihre Geburt war eine Sensation: Am 6. Januar kamen in Leipzig eineiige Vierlinge zur Welt. Sie haben sich seither prächtig entwickelt und dürfen nun nach Hause. Bei den Eltern ist jetzt Organisationstalent gefragt - immerhin gibt es Unterstützung.

Leipzig - Ein Quartett Sprösslinge auf einmal, und die Kleinen gleichen sich wie ein Ei dem anderen - die Chancen auf eine solche medizinische Sensation liegen bei 1:13 Millionen. Laura, Sophie, Jasmin und Kim heißen die kleinen Mädchen, die im Januar in Leipzig geboren wurden. Am Freitag durften die eineiigen Vierlinge nach rund zwei Monaten auf der Frühchenstation die Klinik verlassen.

Die Eltern freuen sich darauf, die Kleinen bei sich zu Hause zu haben. Mit ihrem großen Bruder sind die Kinder insgesamt zu fünft - mehr als genug zu tun also für Mama und Papa. Immerhin kann die Familie auf Unterstützung setzen: Das Krankenhaus liefert Windeln direkt ins Haus, Babykost kommt von einem großen Sponsor, und eine Haushaltshilfe entlastet die Eltern bei der Kinderbetreuung in der ersten Zeit.

Die Leipziger Vierlinge wurden in der 28. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt und seitdem rund um die Uhr im Brutkasten vom Klinik-Team umsorgt. Nach Angaben der Ärzte haben sie sich gut entwickelt, ordentlich an Gewicht zugelegt und das Trinken erlernt. "Für uns war entscheidend, dass unsere vier sich wie ganz normale Babys verhalten - ihre Mahlzeiten selber trinken und keine Atempausen einlegen", sagte der Direktor der Abteilung für Neonatologie, Ulrich Thome. Alle Mädchen haben mehr als ein Kilogramm zugenommen und damit ihr Gewicht verdoppelt. Sie wiegen jetzt laut Klinik zwischen 2300 und 2550 Gramm.

cla/dpa

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  • Freitag, 09.03.2012 – 19:55 Uhr
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Entwicklungsformen von Zwillingen

Für Wissenschaftler sind eineiige Paare besonders deshalb interessant, weil sie einen Einblick erlauben, auf welche Art die Gene den Menschen prägen und wie stark Umgebung, Erziehung, Ernährung und Erfahrungen seine Entwicklung beeinflussen.

Monozygote Zwillinge kommen mit einer konstanten Wahrscheinlichkeit von 4:1000 zur Welt. Vor der Einnistung in die Gebärmutter teilen sich bei eineiigen Zwillingen 70 Prozent der befruchteten Eizellen so, dass zwei Embryos mit jeweils eigener Nabelschnur und Fruchtblase und eigenem Mutterkuchen entstehen.

In fast jedem dritten Fall aber haben die entstandenen Embryonen zwar eigene Eihäute, teilen sich aber einen Mutterkuchen. Gibt es dann in der Plazenta Querverbindungen zwischen den Gefäßen, besteht die Gefahr des sogenannten fetofetalen Transfusionssyndroms: Der eine Zwilling bekommt zu viel Blut, der andere zu wenig. Diese Kinder haben noch eine Überlebenschance, wenn bei einem vorgeburtlichen Eingriff Fruchtwasser abgelassen wird, Gefäße mit Laser verödet werden oder die Schwangerschaft frühzeitig beendet wird.







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