Leipzig - Ein Quartett Sprösslinge auf einmal, und die Kleinen gleichen sich wie ein Ei dem anderen - die Chancen auf eine solche medizinische Sensation liegen bei 1:13 Millionen. Laura, Sophie, Jasmin und Kim heißen die kleinen Mädchen, die im Januar in Leipzig geboren wurden. Am Freitag durften die eineiigen Vierlinge nach rund zwei Monaten auf der Frühchenstation die Klinik verlassen.
Die Eltern freuen sich darauf, die Kleinen bei sich zu Hause zu haben. Mit ihrem großen Bruder sind die Kinder insgesamt zu fünft - mehr als genug zu tun also für Mama und Papa. Immerhin kann die Familie auf Unterstützung setzen: Das Krankenhaus liefert Windeln direkt ins Haus, Babykost kommt von einem großen Sponsor, und eine Haushaltshilfe entlastet die Eltern bei der Kinderbetreuung in der ersten Zeit.
Die Leipziger Vierlinge wurden in der 28. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt geholt und seitdem rund um die Uhr im Brutkasten vom Klinik-Team umsorgt. Nach Angaben der Ärzte haben sie sich gut entwickelt, ordentlich an Gewicht zugelegt und das Trinken erlernt. "Für uns war entscheidend, dass unsere vier sich wie ganz normale Babys verhalten - ihre Mahlzeiten selber trinken und keine Atempausen einlegen", sagte der Direktor der Abteilung für Neonatologie, Ulrich Thome. Alle Mädchen haben mehr als ein Kilogramm zugenommen und damit ihr Gewicht verdoppelt. Sie wiegen jetzt laut Klinik zwischen 2300 und 2550 Gramm.
cla/dpa
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